Bryan Crans­ton

tz - - KULTUR + TV - JÖRG HEIN­RICH

As­te­rix ist zu­rück aus der Zu­kunft. Nach dem präch­ti­gen Come­back mit As­te­rix bei den Pik­ten (2013) und Der Pa­py­rus des Cä­sar (2015) rei­sen die gal­li­schen Dörf­ler tief in die Ver­gan­gen­heit. So­gar der un­beug­sa­me As­te­rix-Pa­pa Al­bert Uder­zo hat mit 89 Jah­ren zur Fe­der ge­grif­fen und die Ti­tel­sei­te von As­te­rix er­obert Rom ge­zeich­net. Statt des 37. Ban­des, an dem das neue Duo Di­dier Con­rad und Tex­ter Je­an-Yves Fer­ri der­zeit wer­kelt, gibt es „nur“ein nost­al­gi­sches Al­bum zum 40. Ju­bi­lä­um des Ki­no­films As­te­rix er­obert Rom.

Der Band ist kein Co­mic mit Sprech­bla­sen, son­dern ein Bil­der­buch mit län­ge­ren Tex­ten, das erst­mals die for­mat­fül­len­den Il­lus­tra­tio­nen zeigt, die Uder­zo für den Film er­stellt hat­te. Die Zeich­nun­gen sind bild­schön mit zahl­lo­sen hüb­schen De­tails. Da ist et­wa der Tanz von Obe­lix mit den char­man­ten Pries­te­rin­nen auf der „In­sel der Freu­den“– auf der sich die Freu­den des Hin­kel­stein­händ­lers dann aber doch in en­gen Gren­zen hal­ten, weil kein Wild­schwein auf der Spei­se­kar­te steht …

Die Ge­schich­te ha­ben acht Mil­lio­nen Deut­sche im Ki­no ge­se­hen: Cä­sar stellt die Gal­li­er vor zwölf Auf­ga­ben, die ei­gent­lich nur Göt­ter er­fül­len kön­nen. Na­tür­lich schla­gen sich As­te­rix und Obe­lix er­folg­reich durch und wer­den so neue Herr­scher Roms. Am En­de se­hen wir Cä­sar als Rent­ner beim Blu­menHin­rich­ten im Gar­ten. We­nigs­tens kocht Kleo­pa­tra (Die­se Na­se!) für den al­ten Herrn.

Die Ge­schich­te des 1977 ver­stor­be­nen Tex­tGe­nies Re­né Go­scin­ny funk­tio­niert im Film bes­ser als im Bil­der­buch. Ein As­te­rix-Ale­sia droht trotz­dem nicht, Fans ha­ben ih­re Freu­de. Alea iac­ta est – der Wür­fel fällt, sa­gen wir, auf or­dent­li­che vier Au­gen. Der 60-jäh­ri­ge ka­li­for­ni­sche Schau­spie­ler wur­de als Wal­ter Whi­te in

zum TV-Se­ri­en­star.

Ma­chen Sie erst ein­mal Ur­laub in Ka­na­da, wenn Trump US-Prä­si­dent wird? Das wä­re kein Ur­laub. Ich wür­de aus­wan­dern! Kei­ne Fra­ge: Bei ei­nem Prä­si­den­ten Do­nald Trump wür­de ich de­fi­ni­tiv um­zie­hen. Da­mit wä­re ich nicht al­lein – Neil Young et­wa wür­de auch zu­rück nach Ka­na­da zie­hen …

Wie wahr­schein­lich ist der Um­zug? Ich kann es mir ein­fach nicht vor­stel­len, dass Trump das Ren­nen macht. Und ich hof­fe na­tür­lich, dass das nicht pas­sie­ren wird.

Wel­chen Stel­len­wert hat ge­ra­de die­se Wahl in der US-Ge­schich­te? Ich glau­be, dass der lau­fen­de Wahl­kampf in die Ge­schich­te ein­ge­hen wird. Es wird in Zu­kunft Bü­cher über den Wahl­kampf ge­ben, Thea­ter­stü­cke und Fil­me. Ich muss na­tür­lich zu­ge­ben: Es wür­de mich schon sehr rei­zen, Do­nald Trump zu spie­len.

F: eha­pa

Ab heu­te bei uns im Han­del: „As­te­rix er­obert Rom“ Un­se­re Hel­den beim Freu­den­tanz mit fe­schen Pries­te­rin­nen Brea­king Bad

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