Frisch ver­liebt: Ist das Har­rys Neue?

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Es hat ge­funkt! Glaubt man den Ge­rüch­ten, die seit ei­ni­gen Ta­gen kur­sie­ren, hat Bri­ten-Prinz Har­ry (32) ei­ne neue Flam­me. Und mit der soll es schon rich­tig ernst sein. So­gar Pa­pa Charles soll er sie schon vor­ge­stellt ha­ben. Aber wer ist die dun­kel­haa­ri­ge Schön­heit über­haupt?

Ihr Na­me ist Meg­han Mark­le (35). Sie ist USA­me­ri­ka­ne­rin und von Be­ruf Schau­spie­le­rin. Be­kannt­heit er­lang­te sie in der An­walts­se­rie Suits, in

So­lan­ge mei­ne Bei­ne mich tra­gen, wer­de ich in der Ma­ne­ge sein!“Das hat­te Oleg Po­pov 2004 im In­ter­view ver­spro­chen, als er mit dem Rus­si­schen Staats­zir­kus ein Gast­spiel in München gab. Und der gro­ße Clown hat sein Ver­spre­chen wahr ge­macht: Ver­gan­ge­nen Sonn­tag stand der 86-Jäh­ri­ge noch in der süd­rus­si­schen Groß­stadt Ros­tow am Don im Zir­kus­rund – mit­rei­ßend und herz­er­wei­chend wie eh und je. In ei­nem Korb fing Po­pov die Son­nen­strah­len sei­ner rus­si­schen Hei­mat ein – ei­ne sei­ner be­lieb­tes­ten Num­mern. Es soll­te sein letz­ter Auf­tritt sein. Am Mitt­woch­abend ist Oleg Po­pov in sei­nem Ho­tel­zim­mer an Herz­ver­sa­gen ge­stor­ben. Er sei fried­lich in ei­nem Ses­sel ein­ge­schlum­mert, hieß es. „Russ­lands Char­lie Chap­lin“, „Hans im Glück“, „der hei­te­re Clown“– zahl­rei­che Um­schrei­bun­gen und Ko­se­na­men hat sich Oleg Po­pov in sei­nen mehr als 60 Jah­ren in der Ma­ne­ge er­wor­ben. Die schwarz-weiß ka­rier­te Bal­lon­müt­ze, die der sie ei­ne Rechts­an­walts­ge­hil­fin ver­kör­pert. Of­fi­zi­ell hat sich noch kei­ner der bei­den zu der Be­zie­hung ge­äu­ßert, Mark­le sag­te aber kürz­lich in ei­nem In­ter­view mit der ka­na­di­schen Zei­tung To­ron­to Sun, sie sei „das glück­lichs­te Mäd­chen der Welt“. Mög­li­cher­wei­se al­so ein Hin­weis stroh­blon­de Pe­rü­cke und die knall­ro­te Papp­na­se wa­ren sein Mar­ken­zei­chen. „Es gibt vie­le Men­schen, die glau­ben, dass Clown sein ein­fach ist“, sag­te Po­pov ein­mal. „Aber le­dig­lich ei­ne ro­te Na­se auf­zu­set­zen und lus­tig zu sein – so ein­fach ist es nicht. Um gut zu sein, muss man so ar­bei­ten, als ob man die Dor­nen ei­ner Ro­se an­fasst.“

Po­pov wuss­te, wo­von er sprach: Ge­bo­ren am 31. Ju­li 1930 in der Ort­schaft Wy­ru­bo­wo bei Mos­kau, ver­lor er als Bub sei­nen Va­ter und be­gann im Al­ter von 14 Jah­ren ei­ne Schlos­ser­leh­re. Doch nach­dem er mit ei­nem Auf­tritt bei ei­ner Sport­ver­an­stal­tung auf sich auf­merk­sam ge­macht hat­te, be­kam er als 15-Jäh­ri­ger über­ra­schend ei­nen Platz an ei­ner re­nom­mier­ten Ar­tis­ten-Schu­le. Der Be­ginn ei­ner bei­spiel­lo­sen Kar­rie­re.

„Mehr als 40 Jah­re braucht ein Clown schon, bis er das rich­ti­ge Ge­sicht be­kommt“, sag­te Po­pov im

Ge­spräch. Als er es hat­te, wur­de er 1981 beim Zir­kus-Fes­ti­val in Mon­te Car­lo von Gra­ce Kel­ly mit dem Gol­de­nen Clown aus­ge­zeich­net – dem Os­car der Zir­kus­welt. Po­povs Priv­tal­eben nahm zeit­gleich mit dem Zu­sam­men­bruch der So­wjet­uni­on ei­ne Wen­dung: 1990 starb sei­ne Ehe­frau Alex­an­dra Il­ji­ni­sch­na, mit der er seit 1952 ver­hei­ra­tet war. Ein Jahr spä­ter lern­te Po­pov bei ei­nem Auf­tritt die Deut­sche Ga­b­rie­la Leh­mann ken­nen. Die Show war aus­ver­kauft, die jun­ge Frau be­kam nur ei­nen Steh­platz. Der Clown be­merk­te sie von der Ma­ne­ge aus und ließ ihr sei­nen Stuhl aus der Gar­de­ro­be brin­gen. Aus ei­ner klei­nen Ges­te wur­de die gro­ße Lie­be. 1992 hei­ra­te­te das Paar. Oleg Po­pov wur­de Wahl­bay­er und leb­te mit sei­ner 32 Jah­re jün­ge­ren Frau seit­her auf ei­nem Bau­ern­hof im frän­ki­schen Eg­loff­s­tein bei Nürn­berg.

Sei­ne Ga­bi lern­te Jon­glie­ren und Tan­zen und wur­de auch in der Ma­ne­ge Po­povs Part­ne­rin. Wo für sie bei­de die Hei­mat sei, wur­den sie ein­mal ge­fragt. „Wo das Zir­kus­zelt steht!“, lau­te­te die Ant­wort. „So lan­ge die Son­ne scheint, wird der Zir­kus exis­tie­ren“, war sich Oleg Po­pov si­cher. Der Zir­kus wird auch nach dem Tod des gro­ßen Clowns wei­ter­le­ben – al­ler­dings um ei­nen Son­nen­strahl är­mer … dar­auf, dass an der Be­zie­hung mirt dem Prin­zen et­was dran ist. An­geb­lich weilt Har­ry seit ei­ni­gen Ta­gen auf Ge­heim­be­such bei sei­ner neu­en Lie­be in Ka­na­da. Im engs­ten roya­len Kreis soll die Be­zie­hung gar nicht mehr so ge­heim sein. Dem Por­tal US-Wee­kly zu­fol­ge hat Har­ry sei­nem Pa­pa Charles die neue Flam­me be­reits vor­ge­stellt. Das Tref­fen sei dem­nach voll­kom­men nor­mal ver­lau­fen. Schon im Mai soll sich das Paar ken­nen­ge­lernt ha­ben – bei den In­vic­tus Ga­mes im ka­na­di­schen To­ron­to. Was Oma Queen Eliz­a­beth von der Neu­en hält, ist bis­her nicht be­kannt. Aber wer weiß? Viel­leicht schafft es die hüb­sche Schau­spie­le­rin, den ewi­gen Jung­ge­sel­len zu zäh­men. Und wo­mög­lich er­klin­gen in Lon­don schon bald wie­der roya­le Hoch­zeits­glo­cken. Mit dem drin­gen­den Wunsch nach Kaf­fee kam Sport­re­dak­teur Bernd Bru­der­manns ges­tern in die Re­dak­ti­on. „Lan­ge weg­ge­we­sen?“, frot­zel­te te­zet­chen. „Von we­gen, lan­ge da­heim- und auf­ge­blie­ben“, war die Ant­wort. Denn der be­ken­nen­de US-Sport-Fan hat­te sich tat­säch­lich in der Nacht li­ve an­ge­schaut, wie die Base­bal­ler der Chi­ca­go Cubs zum ers­ten Mal nach 1908 die World Se­ries ge­wan­nen. Da te­zet­chen aber auch ein Herz für den TSV 1860 hat, konn­te der Sport­kol­le­ge ihr glaub­haft ver­si­chern: „Wenn die Lö­wen in 66 Jah­ren mal wie­der Deut­scher Meis­ter wer­den, schaue ich auch zu.“

Fs.: dpa/Imago Fo­to: dpa F.: Peop­le Pic­tu­re Fo­to: Si­gi Jantz

1980 trat Po­pov in München mit Heinz Rüh­mann (re.) auf tz- tz- Oleg Po­pov mit Ehe­frau Ga­bi in der Ma­ne­ge Po­pov, Jo­pie Hee­sters & Hans Klok 2004 in München

Fs.: Imago/dpa

Meg­han soll be­reits Har­rys Fa­mi­lie ken­nen­ge­lernt ha­ben

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