Mer­kel ehrt Klins­mann

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Rit­ter­schlag für Leip­zig – wenn auch mit klei­nem Sei­ten­hieb! Der de­si­gnier­te FCB-Prä­si­dent Uli Ho­en­eß hat sich zum der­zeit größ­ten Bay­ern-Ri­va­len ge­äu­ßert. „Ich muss ehr­lich sa­gen, dass ich RB Leip­zig für sehr stark hal­te. Al­ler­dings ha­ben sie auch den Vor­teil, dass sie wäh­rend der Wo­che im­mer auf der Couch lie­gen, wenn wir im Cham­pi­ons-Le­ague-Rhyth­mus sind“, so Ho­en­eß bei „Wie ich Herrn Ma­te­schitz ken­ne, wird er, wenn es an Weih­nach­ten nö­tig ist, noch ein paar Mil­lio­nen drauf­le­gen. In­so­fern ist das mit­tel­fris­tig schon ein ge­fähr­li­cher Geg­ner.“Leip­zig-Boss Oli­ver Mint­zlaff: „Wir sind si­cher­lich weit ent­fernt von dem Etat, den München, Dort­mund, Schal­ke oder auch Wolfs­burg ha­ben.“

Eh­ren­spiel­füh­rer­wür­de für Jür­gen Klins­mann, Ver­dienst­span­gen für die Olym­pia­Trai­ner Horst Hru­besch und Sil­via Neid. Der Deut­sche Fuß­ball-Bund hat beim Fest­akt zur Er­öff­nung des 42. Or­dent­li­chen Bun­des­ta­ges die Hel­den der Ver­gan­gen­heit ge­ehrt. Die Wir­ren und Que­re­len des WM-Skan­dals konn­ten im Thea­ter von Er­furt am Abend vor der er­war­te­ten Wie­der­wahl von Prä­si­dent Rein­hard Gr­in­del aber nicht aus­ge­blen­det wer­den. „Die voll­stän­di­ge Au­f­ar­bei­tung steht noch aus, all das hat ei­nen Schat­ten auf den Fuß­ball ge­wor­fen“, sag­te Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re bei sei­ner An­spra­che.

Tra­di­tio­nell wur­de bei dem Fest­akt je­doch vor­nehm­lich ge­ehrt und ge­fei­ert. Pas­send zum Mot­to „Er­neue­rung“da­bei im Mit­tel­punkt: Klins­mann. Der Ka­pi­tän der EM-Sie­ger­mann­schaft von 1996, der als Bun­des­trai­ner den DFB zwi­schen 2004 und 2006 sport­lich runder­neu­ert hat­te.

„Sie sind ein groß­ar­ti­ger Sport­ler, ein ech­ter Sym­pa­thie­trä­ger und ein wun­der­ba­res Vor­bild weit über den Fuß­ball hin­aus“, sag­te An­ge­la Mer­kel in ih­rer Lau­da­tio. Die Bun­des­kanz­le­rin er­in­ner­te be­son­ders an die WM-Zeit 2006. „Auf Ih­nen ruh­ten die Las­ten schwe­rer Hoff­nung, das DFB-Team fit zu ma­chen, für die WM im ei­ge­nem Land. Die Er­war­tun­gen ha­ben Sie nicht ent­täuscht“, so Mer­kel.

Bis­lang gab es vier Eh­ren­spiel­füh­rer. Fritz Wal­ter, Uwe See­ler, Franz Be­cken­bau­er und Lothar Mat­thä­us wur­de die­se Eh­re zu­teil. „In die­se Rei­he sich ein­zu­glie­dern, ist ein be­son­de­rer Mo­ment“, sag­te Klins­mann und dank­te der Lau­da­to­rin. „Das ist ein un­ver­gess­li­cher Mo­ment. Ich wür­de sie am liebs­ten mit­neh­men und sie wird neue USPrä­si­den­tin“, sag­te Klin­si mit Blick auf die an­ste­hen­den USWah­len: „Die­se Hür­de wür­de sie ganz lo­cker über­sprin­gen.“Klins­mann lebt mit sei­ner Fa­mi­lie in Los An­ge­les.

Fo­to: dpa Fo­tos: Jantz, fkn

SSNHD. „Rob­be­ry“wa­ren ges­tern im Trai­ning wie­der ge­mein­sam am Ball (oben). Ala­ba mampf­te nach dem CL-Sieg Su­shi

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Sie lob­ten und sie herz­ten sich: Klins­mann mit Kanz­le­rin Mer­kel

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