Die dün­ne, raue Ge­fäß­in­nen­haut über der Plaque reißt ein, es bil­det sich ein Blut­ge­rinn­sel (Throm­bus), das das Herz­kranz­ge­fäß voll­stän­dig ver­schließt. Der Blut­fluss und da­mit die Ver­sor­gung der Herz­mus­ku­la­tur mit Sau­er­stoff ist un­ter­bro­chen: Herz­in­farkt.

tz - - REPORT - ANDRE­AS BEEZ

land be­trifft das 2,5 Mil­lio­nen Frau­en und 3,5 Mil­lio­nen Män­ner. Bei ih­nen ha­ben sich be­reits Eng­stel­len in den Herz­kranz­ge­fä­ßen ge­bil­det, da­durch wird die Sau­er­stoff­ver­sor­gung des Her­zens ein­ge­schränkt. Prof. Schun­kert: „Die ko­ro­na­re Herz­krank­heit ist prak­tisch der Vor­läu­fer des Herz­in­farkts. Des­halb soll­ten die­se Pa­ti­en­ten die Vor­sor­ge ganz be­son­ders ernst neh­men.“

Es gibt ei­ne eben­so sim­ple wie gu­te Nach­richt: Wir al­le ha­ben es selbst in der Hand un­ser per­sön­li­ches Ri­si­ko zu sen­ken, denn all die­se Fak­to­ren sind ver­meid­bar! „Ab Mit­te 40 soll­te je­der Mensch be­son­ders auf sein Herz ach­ten und sich re­gel­mä­ßig durch­che­cken las­sen“, rät Prof. Schun­kert. „Wenn sich da­bei ein stil­ler Kil­ler fin­det, lässt sich die­ser heu­te gut be­han­deln.“Die mo­der­ne Me­di­zin bie­tet un­ter an­de­rem noch bes­se­re Me­di­ka­men­te als noch vor ei­ni­gen Jah­ren.

Be­son­ders wich­tig sei aber, im Fal­le von Blut­hoch­druck, Dia­be­tes oder er­höh­tem Cho­le­ste­rin­spie­gel den ei­ge­nen Le­bens­stil kri­tisch zu hin­ter­fra­gen. „Über­ge­wicht, zu we­nig Be­we­gung, un­ge­sun­de Er­näh­rung mit zu viel Fett, Al­ko­hol und Salz so­wie das Rau­chen spie­len bei der Ent­ste­hung ei­ne ent­schei­den­de Rol­le.“

schwe­re, län­ger als 5 Mi­nu­ten an­hal­ten­de Schmer­zen im Brust­korb, die in Ar­me, Schul­ter­blät­ter, Hals, Kie­fer aus­strah­len kön­nen oder im Ober­bauch lo­ka­li­siert sind. ■ star­kes En­ge­ge­fühl, hef­ti­ger Druck, Bren­nen im Brust­korb, Atem­not. ■ zu­sätz­lich: Übel­keit, Brech­reiz, Angst. ■ Schwä­che­ge­fühl (auch oh­ne Schmerz), even­tu­ell Be­wusst­lo­sig­keit. ■ blas­se, fah­le Ge­sichts­far­be, kal­ter Schweiß. ■ nächt­li­ches Er­wa­chen mit Schmer­zen im Brust­korb ist ein be­son­de­res Alarm­zei­chen. ■ aus­ge­präg­te Atem­not. ■ Bei Frau­en sind Atem­not, Übel­keit, Rü­cken­schmer­zen, Schmer­zen im Ober­bauch, Brech­reiz und Er­bre­chen häu­fi­ger als bei Man­nern al­lei­ni­ge Alarm­zei­chen. ■ Wenn Brust­schmer­zen bei mi­ni­ma­ler Be­las­tung oder in Ru­he auf­tre­ten (in­sta­bi­le An­gi­na pec­to­ris), muss ge­nau­so schnell wie beim Herz­in­farkt ge­han­delt wer­den.

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