Der Feu­er­lö­scher

tz - - MONDHOROSKOP -

Mit Spra­che kann man zün­deln. Man muss ja so furcht­bar auf­pas­sen, was man sagt. Ich bin mitt­ler­wei­le ein frei­lau­fen­des Gän­se­füß­chen. Ich set­ze al­les in Gän­se­füß­chen. Das zeigt näm­lich an, dass man das The­ma re­flek­tiert und ei­ne dis­tan­zier­te Be­trach­tungs­wei­se ein­ge­nom­men hat. Darf man ei­gent­lich noch „Flücht­lin­ge“sa­gen? Ich glaub nicht, oder? Das mit den „in­ge“geht nicht mehr. Ich ha­be „Flüchtl“vor­ge­schla­gen. Wur­de aber ab­ge­lehnt. Oder „Mitt­le­rer R …“oder „Traur …“. „Nach­bar“ist auch so ein Wort, das laut ei­ni­gen In­tel­lek­tu­el­len nach der Be­lei­di­gung Boa­tengs durch AfD-Gau­land ra­di­ka­li­siert wor­den ist. Ein ne­ga­tiv be­setz­tes Wort. Ich plä­die­re für das Wort „Woh­ner“. Das klingt nach Of­fen­heit und ist neu­tral. Man muss ganz ein­fach viel mehr an der deut­schen Spra­che ar­bei­ten.

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