Der ma­gi­sche Pas­sen­ger

tz - - KULTUR + TV - KATH­RIN BRACK

Wenn Mi­ke Rosenberg auf der Büh­ne steht, al­lein mit sei­ner Gi­tar­re, dann ge­schieht Ma­gi­sches. Der Bri­te, bes­ser be­kannt als Pas­sen­ger, ko­ket­tiert gern da­mit, dass er sei­nen ein­zi­gen ve­ri­ta­blen Hit mit ei­nem Song hat­te, den er bin­nen ei­ner Drei­vier­tel­stun­de ge­schrie­ben hat. Let Her Go tor­pe­dier­te ihn vom Stra­ßen­mu­si­ker zum Hal­len-Star. Al­ler­dings ei­nen, der De­mut und Dank­bar­keit zeigt, der nah dran ist an sei­nem Pu­bli­kum, char­mant und wit­zig, ge­seg­net mit viel Büh­nen­prä­senz. All das zeigt Pas­sen­ger auch bei sei­nem Auf­tritt im Ze­nith.

Zar­te Me­lo­di­en, hin­ter­grün­di­ge Tex­te, Neu­es aus sei­nem frisch er­schie­ne­nen sieb­ten Al­bum Young As The Morning Old As The Sea. Bei der ak­tu­el­len Tour hat der Sin­ger-Song­wri­ter erst­mals sei­ne Band da­bei. Die lei­sen Me­lo­di­en sind plötz­lich laut, manch­mal ein we­nig zu laut. Die At­mo­sphä­re, das Mit­sin­gen, sie lei­den ge­le­gent­lich un­ter dem neu­en Ar­ran­ge­ment, das nicht so traum­tän­ze­risch, da­für et­was schmis­si­ger da­her­kommt.

Der 32-Jäh­ri­ge gibt in Mün­chen aber auch den klas­si­schen Pas­sen­ger, ein Mann und sei­ne Gi­tar­re. Wenn er sei­ne Ver­si- on von Sound Of Si­lence an­stimmt, wenn er zu I Ha­te lau­ten, mög­lichst schlech­ten Ge­sang for­dert, dann hat er sie al­le, dann ist ihm fre­ne­ti­scher Ju­bel si­cher.

Fa­zit: Pas­sen­ger bringt gut ge­mach­te Stra­ßen­mu­sik in die Hal­le, das klappt je­doch am bes­ten, wenn er so­lo spielt. Denn dann pas­siert Ma­gie.

Foto: Klaus Haag

Die­se Bron­ze ist meh­re­re Mil­lio­nen Eu­ro wert

F.: Get­ty

Vom Stra­ßen­mu­si­ker zum Hal­len­star: Pas­sen­ger

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