Die gro­ße Wel­le

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Ver­ges­sen ha­ben die Han­sea­ten nicht, wie viel Hohn und Spott auf sie her­ein­pras­sel­te. Scholz nennt es „Schwie­rig­kei­ten“: Die Kos­ten für den zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen ar­chi­tek­to­nisch ein­ma­li­gen Bau ver­zehn­fach­ten sich, die ge­plan­te Bau­zeit wur­de um sie­ben Jah­re über­schrit­ten (sie­he un­ten). Und doch sind sie jetzt stolz auf den Bau in der Ha­fen­ci­ty.

Hier ein paar Zah­len zur Elb­phil­har­mo­nie: Das ge­sam­te Kon­zert­haus wiegt 200 000 Ton­nen, das ent­spricht ca. 722 Air­bus A380. Da­für wur­den zu­sätz­lich 650 Stahl­be­ton­pfäh­le un­ter den al­ten ent­kern­ten Spei­cher ge­setzt – sie bil­den das Fun­da­ment. Ver­baut wur­den 18 000 Ton­nen Stahl und 63 000 Ku­bik­me­ter Be­ton. Die höchs­te Stel­le des Ge­bäu­des misst 110 Me­ter. Mit­tel­punkt ist der „Gro­ße Kon­zert­saal“. Er ist 50 Me­ter hoch und hat ei­ne spe­zi­el­le Akus­tik­ver­klei­dung – ei­ne „wei­ße Haut“. Sie be­steht aus Gips­fa­ser­plat­ten, in die ver­schie- de­ne Stär­ken und Ober­flä­chen ein­ge­fräst wur­den. Ver­ant­wort­lich ist der Akus­ti­ker Yas­u­hi­sa To­yo­ta. 10 000 Plat­ten sind es ins­ge­samt – sie ent­stan­den üb­ri­gens mit­hil­fe der baye­ri­schen Fir­ma Peu­ckert. Sie stell­te die spe­zi­el­len Ma­schi­nen für die Fer­ti­gung der Akus­tik­plat­ten her. Apro­pos Bay­ern: Auch die Schörghu­berG­rup­pe war am Bau be­tei­ligt – sie lie­fer­te spe­zi­el­le Tü­ren. Und be­treibt nun das Wes­tin Grand in der El­phi.

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