-Kri­tik

tz - - SPORT - ME. MA­NU­EL BONKE

Der „Klas­si­ker“un­ter den Ver­eins­hym­nen, vi­el­leicht des­we­gen, weil er ge­nau die Spur au­then­ti­sche Fan-Lei­den­schaft be­sitzt, die vie­len eher al­lein geld­gie­ri­gen Ver­su­chen in die­ser Art ab­geht. Bei wel­chem an­de­ren Klub singt ein Ka­ba­ret­tist aus dem Ha­sen­bergl das Ver­eins­lied, das er zu­sam­men mit dem Sta­di­on­spre­cher ge­tex­tet hat? Kom­po­si­to­risch ist das Lied wirk­lich apart (was man vor al­lem in der neu­en in­stru­men­ta­len „un­plug­ged“-Ver­si­on be­merkt, die As­tor jüngst mit dem BRR­und­funk­or­ches­ter ein­spiel­te), und die Dar­bie­tung ist we­der glatt noch ge­normt. Im­mer wie­der hat man ver­sucht, neue Ver­eins­hym­nen zu eta­blie­ren, doch wenn man im Sta­di­on ist, kommt erst bei die­sem Lied die rich­ti­ge Stim­mung auf, vor al­lem weil Kin­der (z.B. mein Sohn) es auch ger­ne mit­sin­gen. Al­lein der kur­ze C-Teil mit dem Klat­schen nervt im­mer ein biss­chen („Ja gibt es denn was Schö­ne­res als ei­nen Bay­ernSieg?“), aber dann kommt schon wie­der der tol­le Re­frain mit der Van Ha­len-Gi­tar­re, an dem man sich ei­gent­lich nicht satt­hö­ren kann, vor al­lem we­gen der schö­nen kur­zen Wen­dung nach Moll bei „schlech­ten Zei­ten“, ge­folgt von Dur bei „zu­ein­an­der STEHN“, da fühlt man sich als Mann gleich po­tent. Ich ha­be die­ses Lied schon be­stimmt 1000 Mal ge­hört und fin­de den­noch Wil­ly As­tor und Ste­phan Lehmann im­mer noch sym­pa­thisch, was kann es für ein grö­ße­res Lob ge­ben? Aus­län­der ver­wech­seln das Lied laut youtube üb­ri­gens oft mit der Ti­tel­mu­sik für ei­nen ja­pa­ni­schen Car­toon. Ob Bun­des­li­ga im Po­kal oder Cham­pi­ons Le­ague, ja gibt es denn was Schö­ne­res, als ei­nen Bay­ernsieg? Hier ist Le­ben, hier ist Lie­be, hier ist Feu­er un­d­drum bleibt mein Mün­chen Deutsch­lands bes­ter bis in al­le Ewig­keit. FC Bay­ern, Stern des Sü­dens, du wirst­nie­mals un­ter­ge­hen, weil wirin gu­ten wie in schlech­ten Zei­ten zu ein­an­der ste­hen. FC Bay­ern Deut­scher Meis­ter­ja­so heißt er, mein Ver­ein,ja­so war es und so ist es und so wird es im­mer sein.

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