Ei­ne Schlüs­sel­su­che mit vie­len Hel­fern

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Ei­gent­lich hat­ten sie die Su­che nach ih­ren ver­schwun­de­nen Schlüs­sel schon fast auf­ge­ge­ben. Hans und Ute Beschs letz­te Hoff­nung: ei­ne Klein­an­zei­ge. Sie woll­ten we­nigs­ten den Ver­such star­ten, auf die­sem Weg den­je­ni­gen zu er­rei­chen, der im Au­gust den Schlüs­sel ih­res al­ten Ge­trei­de­spei­chers ab­ge­zo­gen und mit­ge­nom­men hat­te. Ei­nen 500 Jah­re al­ten Schlüs­sel. Ei­nen Schlüs­sel, nach dem sie ta­ge­lang je­den Win­kel und je­de Ta­sche ab­ge­sucht ha­ben – bis sie si­cher wa­ren, dass er ge­stoh­len wur­de.

Noch ist die Su­che nach dem al­ten et­wa 350 Gramm schwe­ren und 23 Zen­ti­me­ter ge­schmie­de­ten Ei­sen­schlüs­sel noch nicht zu En­de. Und Hans und Ute Besch sind ge­rührt, welch gro­ße An­teil­nah­me ih­re An­zei­ge aus­ge­löst hat. „Wir ha­ben et­wa sechs An­ru­fe be­kom­men“, er­zählt der At­ten­ha­mer. Und noch mehr gu­te Rat­schlä­ge, um das schö­ne al­te Stück wie­der zu be­kom­men.

„Ein 85-jäh­ri­ger Herr hat uns ge­ra­ten, ei­ne Ver­kaufs-An- zei­ge für ein schlüs­sel­lo­ses Schloss auf­zu­ge­ben“, er­zählt er. „In der Hoff­nung, dass sich dar­auf­hin der Schlüs­sel­dieb mel­det.“Ein An­ru­fer riet den Beschs da­zu, auf der Au­er Dult nach dem Schlüs­sel zu su­chen. „Da gibt es ei­nen Stand nur mit al­ten Schlüs­seln“, sag­te er. Ei­ne an­de­re äl­te­re Da­me, die sich zwi­schen­zeit­lich noch­mals nach dem Stand der Din­ge er­kun­digt hat­te, riet da­zu, den Hei­li­gen An­to­ni­us um Hil­fe zu bit­ten und drei Ro­sen­krän­ze be­ten. Das hel­fe ga­ran­tiert. „Und bitt­schön nicht auf­ge­ben“, sag­te sie. Auch wenn Hans und Ute Besch erst ei­ni­ge der Rat­schlä­ge aus­pro­biert ha­ben – bis­lang oh­ne Er­folg – so sind sie doch an­ge­tan von der gro­ßen Re­so­nanz und den rüh- ri­gen Rück­mel­dun­gen.

Ein An­ruf hat sie be­son­ders ge­freut: Ein Kunst­schmid aus dem Raum Garmisch-Par­ten­kir­chen hat­te an­ge­bo­ten, den Schlüs­sel nach­zu­bau­en, wenn sie für ihn das Schloss aus­bau­en. Das ist mehr, als die Beschs sich von der Klein­an­zei­ge er­hofft hat­ten. So viel mehr, dass sie die Hoff­nung ih­ren Schlüs­sel zu­rück­zu­be­kom­men noch nicht auf­ge­ge­ben ha­ben.

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