Ein­satz bis in den Mor­gen

600 Po­li­zis­ten räu­men Flücht­lings-De­mo am Send­lin­ger Tor

tz - - MÜNCHEN+REGION -

Am Abend hat­te es noch so aus­ge­se­hen, als wür­de al­les recht zü­gig ge­hen – und dann zog sich die Ak­ti­on doch bis spät in die Nacht. Die meis­ten der 80 hun­ger­strei­ken­den Flücht­lin­ge vom Send­lin­ger Tor pack­ten am Frei­tag fried­lich ih­re Sa­chen und räum­ten den Platz. Ge­gen Mit­ter­nacht aber wur­de die Räu­mungs­ak­ti­on dann noch et­was brenz­li­ger …

600 Po­li­zis­ten, No­t­ärz­te und Feu­er­wehr­ler muss­ten mit an­se­hen, wie 18 Flücht­lin­ge und Ak­ti­vis­ten auf zwei et­wa 20 Me­ter ho­he Bäu­me klet­ter­ten. „Wir blei­ben hier“, rie­fen sie. Un­ter­stüt­zer bil­de­ten ei­nen Kreis um die Bäu­me, oben ver­harr­ten die Pro­test­ler, teil­wei­se mit Sei­len an­ge­bun­den und mit De­cken. Mit­hil­fe von psy­cho­lo­gisch ge­schul­tem Per­so­nal der Po­li­zei und Hö­hen­klet­te­rern des SEK, die mit Feu­er­wehr­krä­nen hin­auf­fuh­ren, war der Ein­satz schließ­lich erst ge­gen 4.30 Uhr be­en­det.

Fo­to: Si­gi Jantz

Es dau­er­te bis spät in die Nacht, ehe die Flücht­lings­De­mo wirk­lich be­en­det war

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