Gibt’s wirk­lich kein Pro­blem, Car­lo?

++ Mül­ler und Rob­ben nach dem Un­ent­schie­den an­ge­fres­sen ++

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In zwei FCB-Stars koch­te es nach dem Re­mis ge­gen Hof­fen­heim so rich­tig: Tho­mas Mül­ler und Ar­jen Rob­ben! Der Hol­län­der wur­de in der 78. Mi­nu­te für Kings­ley Co­man aus­ge­wech­selt. Wäh­rend Co­man von Rob­ben noch ei­nen Höf­lich­keitsAb­klat­scher be­kam, wür­dig­te der Links­fuß sei­nen Trai­ner Car­lo An­ce­lot­ti kei­nes Bli­ckes und ver­wei­ger­te den Hand­schlag. Ziel­stre­big stapf­te Rob­ben zur Bank, ob­wohl An­ce­lot­ti sicht­lich Au­gen­kon­takt such­te. Schon im CL-Spiel in Eind­ho­ven war Rob­ben nach sei­ner Aus­wechs­lung sau­er. „Vie­le Leu­te den­ken, dass es ein Pro­blem gibt, wenn ich ihn aus­wechs­le. Es gibt aber kein Pro­blem“, sag­te An­ce­lot­ti nach dem Spiel. Rob­ben ha­be 70 Mi­nu­ten gut ge­spielt. „Ich ha­be aber ei­nen fri­schen Spie­ler ge­braucht“, be­grün­de­te der Ita­lie­ner sei­ne Ent­schei­dung. Wäh­rend Rob­ben zu sei­ner Aus­wechs­lung nichts sa­gen woll­te, mach­te Tho­mas Mül­ler sei­nem Är­ger über die ver­ge­be­ne Groß­chan­ce zum Sieg­tref­fer Luft: „Der Schuss ging lei­der an den Pfos­ten und dem­ent­spre­chend ist mei­ne Kra­wat­te groß! Die Schei­ße klebt so ein biss­chen an mei­nem Stie­fel…“Es sei jetzt nicht so, dass man nach­denk­lich wer­de, aber er sei jetzt ziem­lich schlecht ge­launt, gab Mül­ler zu. „Wir ha­ben lei­der nicht ge­won­nen und dem­ent­spre­chend ist die Stim­mung.“Die ver­ge­be­ne Groß­chan­ce är­ger­te Mül­ler sicht­lich. Kein Wun­der: Sei­nen letz­ten Bun­des­li­ga­tref­fer er­ziel­te er ver­gan­ge­ne Sai­son im April. Und die Tat­sa­che, dass er zum vier­ten Mal in den letz­ten fünf Bun­des­li­ga­spie­len zum Start auf der Bank blei­ben muss­te? „Da brau­chen wir kei­ne Dis­kus­sio­nen auf­ma­chen. Wir sind ei­ne Mann­schaft und da ge­hö­ren mehr da­zu als elf“, lau­tet die kla­re An­sa­ge des An­grei­fers. Bay­ern-Boss Karl-Heinz Rum­me­nig­ge, frü­her selbst ein Welt- klas­se-Stür­mer, kann sich in Mül­ler hin­ein­ver­set­zen: „Ich ha­be ihm ge­sagt, dass ich auch mal zehn Spie­le als Eu­ro­pas Fuß­bal­ler des Jah­res oh­ne Tref­fer hat­te. Da muss man ein­fach wie­der ar­bei­ten, ar­bei­ten, ar­bei­ten. Dann schießt man ir­gend­wo wie­der drei. Das wird er dem­nächst ha­ben“, pro­phe­zeit Rum- me­nig­ge. Ihm sei auf­ge­fal­len, dass bei Mül­ler seit die­sem ver­schos­se­nen Elf­me­ter ge­gen At­le­ti­co Ma­drid ir­gend­wo ein biss­chen der Wurm drin sei und er Pech ha­be. Für Mül­ler geht es jetzt erst ein­mal zur Na­tio­nal­mann­schaft. Dort hat er in den letz­ten drei Qua­li-Spie­len gleich vier­mal ge­trof­fen. Trotz­dem (noch) kein Grund zur Freu­de für den An­grei­fer: „Ab Di­ens­tag­abend wer­den wir uns men­tal da­mit be­schäf­ti­gen und bis da­hin müs­sen wir das Un­ent­schie­den auf­ar­bei­ten.“

Fo­tos: MiS, Sam­pics, Ruiz

Ge­nervt: Rob­ben ließ An­ce­lot­ti nach sei­ner Aus­wechs­lung ste­hen

Tor­jä­ger am Ran­de des Ner­ven­zu­sam­men­bruchs: Tho­mas Mül­ler ge­gen Hof­fen­heim

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