Kri­tik we­gen Will-Talk

tz - - POLITIK -

Ei­ne Frau in Voll­ver­schleie­rung, zur bes­ten Sen­de­zeit im öf­fent­lich-recht­li­chen Fern­se­hen. Obend­rein ei­ne, die an­schei­nend Wer­bung macht für ei­nen ra­di­ka­len Is­lam? Die kal­ku­lier­te Pro­vo­ka­ti­on der No­ra Il­li ver­fängt. CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Pe­ter Tau­ber spot­tet: „Wenn ei­ne Frau mit Ni­qab in der Sen­dung ei­ner öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­de­an­stalt als Frau­en­be­auf­trag­te prä­sen­tiert wird, dann ha­be ich die Sor­ge, dass man dem­nächst im deut­schen Fern­se­hen Herrn As­sad als Men­schen­rechts­be­auf­trag­ten an­kün­digt.“Bil­kay Öney (SPD) kri­ti­siert: „Zu­stim­mung. Pro­vo­ka­ti­on. Und Quo­te. Mor­gen re­det je­der dar­über. Me­di­en­kri­se zu Zei­ten von Talk­show-Over­kill…“

Was Deutsch­land auf­regt, hat die Schweiz längst ab­ge­hakt. Eher schmun­zelnd nimmt man zur Kennt­nis, dass „die Ni­qab-No­ra“im Aus­land mal wie­der Fu­ro­re macht. Ihr ra­di­kal-is­la­mis­ti­scher Ver­ein ver­tritt le­dig­lich sei­ne 3000 Mit­glie­der, nicht die et­wa 400 000 Mus­li­me in der Schweiz.

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