Geld­stra­fe für rech­te Stö­re­rin im Stadt­rat

tz - - MÜNCHEN+REGION - SASCHA KAROWSKI

Rechts­spruch ge­gen Rech­te! Die Frau (43), die En­de Ja­nu­ar die Stadt­rats­sit­zung mit rechts­ra­di­ka­len Zwi­schen­ru­fen ge­stört hat­te, ist jetzt vom Amts­ge­richt ver­ur­teilt wor­den. OB Die­ter Rei­ter hat­te die Frau in der Sit­zung dar­auf hin­ge­wie­sen, die Zwi­schen­ru­fe zu un­ter­las­sen. Als die Stö­re­rin dem nicht nach­kam, ver­wies Rei­ter sie des Saa­les. Die Frau wei­ger­te sich, Po­li­zei­be­am­te muss­ten ein- schrei­ten. Der OB er­stat­te­te zu­dem An­zei­ge we­gen Haus­frie­dens­bruchs. Das Amts­ge­richt ver­ur­teil­te die 43-Jäh­ri­ge zu ei­ner Geld­stra­fe von 450 Eu­ro.

In der Ver­hand­lung hat­te die Frau aus­ge­sagt, dass es das ers­te Mal ge­we­sen sei, dass sie ei­ner Stadt­rats­sit­zung bei­ge­wohnt ha­be. Sie ha­be ge­klatscht, nach­dem ein Stadt­rat ei­ne Re­de ge­hal­ten hat­te. Als der OB sie dar­auf hin­ge­wie­sen ha­be, dass nicht ge­klatscht wer­den darf, ha­be die An­ge­klag­te dies als un­de­mo­kra­tisch emp­fun­den. „Dar­auf­hin ha­be ich was run­ter­ge­ru­fen, ich war auf­ge­regt, ich weiß aber nicht mehr, was ge­nau.“

Laut Ge­richt war zu be­rück­sich­ti­gen, dass die Tat im Rah­men ei­ner emo­tio­nal auf­ge­la­de­nen Si­tua­ti­on statt­ge­fun­den hat. Zu­las­ten der An­ge­klag­ten war zu wer­ten, dass sie den Stadt­rat bei der Ar­beit stör­te und dies auch noch nach der Auf­for­de­rung, den Saal zu ver­las­sen, fort­ge­setzt hat.

Fo­to: Haag

Die Stö­re­rin

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