Das Le­ben des Ma­thi­as K.

tz - - BAYERN -

Ma­thi­as Kn­eißl (1875 – 1902) war das äl­tes­te von sechs Kin­dern ita­lie­nisch-deut­scher Gast­wirts­leu­te aus Un­ter­wei­kerts­ho­fen bei Dach­au. Nach dem Tod des Va­ters ging Kn­eißl mit sei­nen Brü­dern auf Raub­zü­ge. 1893 wur­de er ver­haf­tet und zu fünf Jah­ren und neun Mo­na­ten ver­ur­teilt. Sein jün­ge­rer Bru­der starb nach vier Jah­ren im Ge­fäng­nis an Schwind­sucht. Nach sei­ner Ent­las­sung setz­te er schwer­be­waff­net sei­ne Raub­zü­ge fort. Bei ei­nem Fest­nah­me­ver­such kam es am 30. No­vem­ber 1900 in Ir­chen­brunn zu ei­nem Schuss­wech­sel, bei dem zwei Po­li­zis­ten ver­mut­lich durch Qu­er­schlä­ger so schwer ver­letzt wur­den, dass sie spä­ter star­ben. Drei Mo­na­te spä­ter, im März 1901, stell­ten ihn 60 Po­li­zis­ten im Au­ma­cher­an­we­sen in Gei­sen­ho­fen, wo er sich ver­steckt hat­te. Am 21. Fe­bru­ar 1902 wur­de Kn­eißl in Augs­burg mit der Guil­lo­ti­ne hin­ge­rich­tet. Be­rühmt ist Kn­eißl für das Zi­tat bei der Ur­teils­ver­kün­dung: „De Woch fangt scho guat o.“

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