Chris­tia­ne Mu­dra

tz - - KULTUR & TV -

Die Re­gis­seu­rin zeigt im Thea­ter Hoch X von 10. bis 13.11. das Stück über den NSU-Pro­zess.

Ist es schwie­rig, bei ei­nem so ak­tu­el­len Stück im­mer wie­der die neu­en Ent­wick­lun­gen ein­zu­bau­en? Es ist ein­fach Fleiß­ar­beit. Ich re - cher­chie­re zu al­len Stü­cken lan­ge und in­ten­siv und ak­tua­li­sie­re auch bei Wie­der­auf­nah­men äl­te­rer Stü­cke prin­zi­pi­ell die In­hal­te. Der NSUKom­plex ist ein Echt­zeit-Krim. Um­so wich­ti­ger ist es, den Zu­schau­er un­mit­tel­bar und ak­tu­ell in die Ge­schich­te hin­ein­zu­zie­hen. Auf­klä­rung ist ein wich­ti­ges Stich­wort.

Wie lief die Re­cher­che? Scho­ckie­rend ist die Mas­se un­aus­ge­wer­te­ter Spu­ren so­wie zer­stör­ter Ak­ten. Hin­zu kom­men Ge­heim­schutz­re­ge­lun­gen, die Ge­walt­tä­ter schüt­zen oder gar zu staat­lich fi­nan­zier­ten Spit­zeln ma­chen.

Wie hat sich das auf Sie aus­ge­wirkt? Die Re­cher­che hat mei­nen Glau­ben an die Rechts­staat­lich­keit er­schüt­tert. Ich hät­te nie ge­dacht, dass so et­was in Deutsch­land pas­sie­ren kann.

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