Klopp bremst Cham­pa­gner-Eu­pho­rie

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Der Cham­pa­gner-Fuß­ball sei­ner „Bal­ler­män­ner“be­rausch­te auch Jür­gen Klopp sicht­lich, die erst­ma­li­ge Ta­bel­len­füh­rung mit dem FC Li­ver­pool aber war für den Te­am­ma­na­ger der Reds eher ne­ben­säch­lich. „Es tut mir ja wirk­lich leid“, sag­te Klopp nach dem fu­rio­sen 6:1 (3:0)-Sieg ge­gen den FC Wat­ford, „aber wenn je­mand meint, das hät­te weg­wei­sen­den Cha­rak­ter, kann ich nicht hel­fen.“Klopp muss­te sich zu­rück­hal­tend äu­ßern, und ir­gend­wie hat­te er mit sei­ner Ein­schät­zung ja auch recht. Dass Li­ver­pool nach elf Spiel­ta­gen und da­mit erst­mals seit Mai 2014 die Pre­mier Le­ague wie­der an­führt, ist tat­säch­lich (noch) nicht mehr als ei­ne Mo­ment­auf­nah­me. Der FC Chel­sea liegt schließ­lich nur ei­nen Zäh­ler da­hin­ter, auch der gro­ße Ti­tel­fa­vo­rit Man­ches­ter Ci­ty mit Star-Trai­ner Pep Guar­dio­la und der FC Ar­senal ha­ben nur zwei Punk­te Rück­stand.

Die Art und Wei­se al­ler­dings, mit der das Klop­pTeam an die Spit­ze stürm­te, dürf­te auch den deut­schen Heils­brin­ger zu­ver­sicht­lich ge­stimmt ha­ben. Nicht um­sonst sprach Klopp von ei­ner „ab­so­lut gu­ten Leis­tung“an ei­nem „per­fek­ten Nach­mit­tag“. Und soll­ten die „Ram­pant Reds“( Mir­ror), al­so die zü­gel­lo­sen Li­ver­poo­ler, auch künf­tig der­art do­mi­nant auf­tre­ten und ih­re Se­rie von nun schon neun Spie­len oh­ne Nie­der­la­ge wei­ter aus­bau­en, könn­te der Platz an der Son­ne zur Ge­wohn­heit wer­den. „Wenn wir kon­zen­triert und ef­fek­tiv wei­ter­ar­bei­ten, dann kön­nen wir bis zum Schluss ganz vor­ne mit­mi­schen“, sag­te Tor­hü­ter Lo­ri­us Ka­ri­us.

Bin­nen 395 Ta­gen hat Klopp die Reds vom zehn­ten Platz an die Spit­ze ge­führt. „Die­ser Kerl scheint zu wis­sen, was er tut“, ur­teil­te En­g­lands Fuß­ball-Le­gen­de Ga­ry Li­neker bei Twit­ter. Die Ta­bel­len­spit­ze ist die Be­loh­nung.

Fo­to: Adi­das

Il­kay Gün­do­gan lobt Man­ches­ter Ci­ty und freut sich auf die bei­den Län­der­spie­le

Fo­to: Reu­ters

Jür­gen Klopp und sein Ka­pi­tän Jor­dan Hen­der­son

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