Wei­ter mit Run­jaic? „Da­von ge­he ich aus“

Prä­si­dent Cas­sa­let­te sieht kein Trai­ner­pro­blem / Is­ma­ik bleibt stumm

tz - - SPORT - LUD­WIG KRAM­MER

Wie geht es wei­ter beim TSV 1860 nach dem er­schüt­tern­den 2:3 beim SV Sand­hau­sen? Nun, zu­min­dest geht es vo­r­erst mit Kos­ta Run­jaic wei­ter. Ein Trai­ner­wech­sel sei „kein The­ma bei uns“, er­klär­te Prä­si­dent Pe­ter Cas­sa­let­te am Mon­tag­mor­gen ge­gen­über der tz. Auf die Nach­fra­ge, ob Run­jaic dem­nach auch am über­nächs­ten Mon­tag beim Heim­spiel ge­gen den 1. FC Kai­sers­lau­tern auf der Bank sit­zen wer­de, mein­te Cas­sa­let­te: „Ja, ich ge­he da­von aus, dass er auch ge­gen Lau­tern un­ser Trai­ner ist.“

Hun­dert­pro­zen­ti­ge Si­cher­heit kann in die­ser Fra­ge oh­ne­hin nur Ha­san Is­ma­ik ga­ran­tie­ren. Der Geld­ge­ber aus Abu Dha­bi, der sich zu­letzt zeit­nah nach je­der Par­tie via Face­book ge­äu­ßert hat­te, blieb nach dem Sand­hau­senDe­sas­ter stumm. „Was soll er auch groß schrei­ben?“, fra­ge Cas­sa­let­te ges­tern Mit­tag in die Pres­se­run­de vor der Ge­schäfts­stel­le. „Es kann doch nicht im­mer die Re­ak­ti­on sein, dass man den Trai­ner raus­schmeißt. Das hat doch in der Ver­gan­gen­heit auch nichts ge­bracht hier bei Sech­zig.“Wer wüss­te das bes­ser als Ab­fin­dungs­kö­nig Is­ma­ik…

Cas­sa­let­tes Ver­trau­en ruht spe­zi­ell auf Tho­mas Eichin. Der Sport-Ge­schäfts­füh­rer wer­de zu- sam­men mit Trai­ner Run­jaic „schon ei­nen Weg fin­den, um aus die­ser Sa­che raus­zu­kom­men“, hofft der Prä­si­dent. „Es sind jetzt zwei Wo­chen Zeit, um zu ar­bei­ten. Und auch Ste­fan Ai­g­ner (ab En­de der Wo­che wie­der im Te­am­trai­ning, d. Red.) wird dem­nächst wie­der zu­rück­kom­men.“Cas­sa­let­tes Punk­te­ziel bis zur Win­ter­pau­se: „17 oder 18 soll­ten wir auf je­den Fall ha­ben bis Weih­nach­ten.“

Sechs bis sie­ben Zäh­ler al­so in fünf Spie­len – mehr als der ak­tu­el­le Schnitt. Run­jaic weiß, dass spe­zi­ell die Heim­spie­le ge­gen sei­nen ExKlub Kai­sers­lau­tern, ge­gen Dy­na­mo Dres­den und zum Jah­res­schluss ge­gen den 1. FC Hei­den­heim ein „Muss“sind, wie er sich ges­tern aus­drück­te. „Es gibt nur ei­ne Lö­sung: Ar­bei­ten – al­les an­de­re wer­den wir se­hen.“

Trif­ti­ge Grün­de, war­um sei­ne Mann­schaft in Sand­hau­sen nach ei­ner 2:1-Halb­zeit­füh­rung der­art ein­und schließ­lich zu­sam­men­brach, hat­te der Coach auch am Mon­tag noch nicht pa­rat. Es sei ei­ne Mi­schung aus al­lem ge­we­sen, er­klär­te er. Man­geln­der Mut und Un­kon­zen­triert­hei­ten hät­ten zu un­nö­ti­gen Stan­dard­si­tua­tio­nen ge­führt, dar­aus sei­en un­ter kräf­ti­ger Mit­hil­fe die Ge­gen­to­re zwei und drei ent­stan­den. Spe­zi­ell Ma­xi Wit­tek durf­te sich an­ge­spro­chen füh­len. Run­jaic:

„Ma­xi sta­gniert in

Trai­ner Kos­ta Run­jaic über sein Kri­sen­re­zept

sei­ner Ent­wick­lung, das weiß er auch. Er hat ei­ne Gr­undag­gres­si­vi­tät, er bringt Schnel­lig­keit mit. Ei­ne kon­stan­te Leis­tung bringt er aber nicht hin.“

Im Som­mer en­det Wit­teks Ver­trag bei 1860. Er wä­re nicht der ers­te Lö­we, der erst nach ei­ner Luft­ver­än­de­rung auf­blüht.

Fo­to: Sam­pics

An­ge­steckt: Auch Kee­per Zim­mer­mann ist kei­ne Bank mehr

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