Sind die Bay­ern wirk­lich so schlecht?

59:90-Klat­sche: Was den FCB-Bas­kets im Ver­gleich zu Bam­berg noch fehlt

tz - - SPORT - LM

Der ein oder an­de­re Fan der FCB-Bas­ket­bal­ler muss­te beim Blick auf das En­d­er­geb­nis si­cher­lich ver­wun­dert blin­zeln. Denn die ers­te Nie­der­la­ge der Münch­ner in die­ser Sai­son war kein knap­pes und hart um­ge­kämpf­tes Spiel, das letzt­end­lich zu un­guns­ten der Ro­ten aus­ging. Nein, es war ei­ne re­gel­rech­te Klat­sche! Das Team von Sa­sa Djordje­vic ver­lor das Spit­zen­spiel am Sonn­tag bei Meis­ter Bam­berg mit 59:90! Die Fran­ken de­klas­sier­ten die Münch­ner Korb­jä­ger re­gel­recht – Da­ni­lo Bart­hel, Reg­gie Red­ding & Co. hat­ten kei­ne Chan­ce.

„Der Sieg der Bam­ber­ger war ver­dient – auch in die­ser Art und Wei­se“, muss­te FCB-Trai­ner Sa­sa Djordje­vic im An­schluss an die Par­tie zu­ge­ben. „Ge­gen ei­ne Mann­schaft wie Bam­berg musst du mit dem Mes­ser zwi­schen den Zäh­nen spie­len, mit der rich­ti­gen Ein­stel­lung! Die ha­be ich in den Ge­sich­tern mei­ner Spie­ler nicht ge­se­hen. Ich bin rich­tig sau­er“, schimpf­te Bay­erns Chef­trai­ner. Aber ist die bit­te­re und ers­te BBLNie­der­la­ge der Münch­ner wirk­lich nur mit feh­len­dem Ein­satz und zu we­nig Sie­ges­wil­len zu er­klä­ren? Oder gibt es wei­te­re Grün­de: Sind die Bay­ern wirk­lich so schlecht?

„Wir wol­len im­mer sie­gen! Ich den­ke al­so nicht, dass die Nie­der­la­ge mit feh­len­dem Wil­len und Ein­satz zu be­grün­den ist“, mein­te De­vin Boo­ker, der mit ins­ge­samt 15 Punk­ten bes­ter Wer­fer der Bay­ern war. „Es war heu­te ei­ner die­ser Ta­ge, an de­nen nichts ge­passt hat. Wir ha­ben nichts ge­trof­fen, ha­ben uns im Eins-ge­gen-Eins nicht gut prä­sen­tiert und de­fen­siv Feh­ler ge­macht.“In der Tat, vor al­lem die Wurf­quo­ten der Münch­ner wa­ren ka­ta­stro­phal. Die Ro­ten tra­fen le­dig­lich 39 Pro­zent ih­rer Zwei­er und nur zwei (!) von 15 Drei­er­ver­su­chen! „Wir hät­ten nicht ein­mal mehr Kör­be be­kom­men, wenn es sie auf dem Markt zu kau­fen ge­ge­ben hät­te“, sag­te Djordje­vic sar­kas­tisch. Der Ser­be sah in der ein­wö­chi­gen Spiel­pau­se sei­ner Mann­schaft ei­nen wei­te­ren Grund für die schlech­te Per­for­mance. Wäh­rend Bam­berg am ver­gan­ge­nen Donnerstag ei­ne Eu­ro­le­ague-He­im­par­tie ge­gen Mai­land hat­te, gab es für die Münch­ner ei­ne Wo­che Spiel­frei. „Das soll jetzt kei­ne Ent­schul­di­gung sein, aber uns fehl­te im Ver­gleich zu Bam­berg et­was der Wett­be­werbs­mo­dus“, mein­te der Bay­ern-Coach. „Ei­ne Wo­che Trai­ning, Trai­ning, Trai­ning – das hilft nicht un­be­dingt.“Das sa­hen auch sei­ne Spie­ler so. „Wir müs- sen nun aus dem Spiel in Bam­berg ler­nen. In­so­fern ist es gut, dass wir gleich am Mitt­woch un­ser nächs­tes Eu­ro­cup­Spiel bei Bu­duc­nost ha­ben“, mein­te Boo­ker. „Ich will nicht sa­gen, dass wir das Du­ell mit Bam­berg ver­ges­sen wol­len, aber wir müs­sen die­se Nie­der­la­ge schnellst­mög­lich aus den Köp­fen be­kom­men.“Und be­wei­sen, dass man nicht so schlecht ist, wie das Er­geb­nis auf den ers­ten Blick ver­mu­ten lässt.

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