Park­platz-Kil­ler am Wil­den Kai­ser

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Die Ei­berg-Bun­des­stra­ße 173 ab Kuf­stein kennt im süd­li­chen Frei­staat je­der Berg­wan­de­rer und Win­ter­sport­ler. Hier geht es hin­auf in die Ti­ro­ler Ski­ge­bie­te, nach Söll, Schef­fau, nach Ell­mau und et­wa wei­ter nach Kitz­bü­hel. Nun hat sich an Ki­lo­me­ter 4,8 der viel­be­fah­re­nen Rou­te, am so­ge­nann­ten Park­platz Stei­ner­ne Stie­ge, ei­ne grau­sa­me Blut­tat er­eig­net, die die ös­ter­rei­chi­schen Er­mitt­ler mit vie­len Rät­seln kon­fron­tiert: Mon­tag­früh wur­de ei­ne männ­li­che Lei­che hin­ter der Leit­plan­ke ent­deckt. Der Mann war wie bei ei­ner Hin­rich­tung er­schos­sen wor­den. Ver­mut­lich so­gar auf dem Park­platz, wie es die Spu­ren­la­ge er­gab. Aber das Op­fer hat kei­ne Iden­ti­tät, es fehlt die Waf­fe und auch ein Ver­däch­ti­ger. Che­f­er­mitt­ler Wal­ter Pupp hat bis­lang nur ei­ne Ge­wiss­heit: „Es liegt mit Si­cher­heit ein Tö­tungs­de­likt vor“, so der Lei­ter des Lan­des­kri­mi­nal­am­tes Ti­rol. Und das Op­fer, so mut­ma­ßen Ti­ro­ler Me­di­en, könn­te aus Bay­ern stam­men. Kie­fers­fel­den ist nur ei­ne Vier­tel­stun­de mit dem Au­to ent­fernt, in ganz Ti­rol gibt es kei­nen Ver­miss­ten, auf den die Be­schrei­bung des Er­schos­se­nen zu­trifft.

Bei dem Op­fer han­delt es sich um ei­nen jun­gen Mann, 25 bis 30 Jah­re alt. Er war der Jah­res­zeit ent­spre­chend ge- Kie­fers­fel­den Kuf­stein klei­det. Pupp: „Sonst hat­te er nichts da­bei, we­der Aus­weis noch Geld­beu­tel.“Ein Lkw-Fah­rer hat­te die Lei­che ent­deckt. Der Not­arzt konn­te nicht mehr hel­fen, der Mann war zu dem Zeit­punkt be­reits seit St­un­den tot. Nach der Ob­duk­ti­on war klar: Der Un­be­kann­te ist in­fol­ge ei­ner Schuss­ver­let­zung ge­stor­ben. Da­nach dürf­te, der oder die Tä­ter ver­sucht ha­ben, ihn in die Ei­berg­klamm zu wer­fen, wo er so schnell nicht ge­fun­den wor­den wä­re. Viel­leicht so­gar nie, weil auch der Win­ter Ein­zug hält. Er­mitt­ler Pupp: „Al­ler­dings hiel­ten Bäu­me den To­ten auf. Et­was wei­ter links, und die Lei­che wä­re 150 Me­ter in die Schlucht ge­stürzt.“

Dass der Park­platz un­ter­halb des Wil­den Kai­sers zum Tat­ort wur­de, spricht auch für ei­ne Orts­kennt­nis des Kil­lers. Wur­de er am En­de so­gar ge­zielt für den Mord aus­ge­wählt und das Op­fer in die Fal­le ge­lockt?

Fo­tos: zoom-ti­rol

Der Park­platz Stei­ner­ne Stie­ge an der Ei­ber­gBun­des­stra­ße: Hin­ter der Ab­sper­rung ar­bei­tet die Spu­ren­si­che­rung

Das Op­fer wur­de hin­ter die­ser Leit­plan­ke ent­deckt. Che­f­er­mitt­ler Wal­ter Pupp auf Spu­ren­su­che am Tat­ort

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