Wie man Men­schen auf­fängt

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Für Bri­git­te Al­brecht und ih­re Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen vom ILCO-Be­su­cher­dienst ist es gar kei­ne Fra­ge, wie man Men­schen auf­fängt: Für sie ist es näm­lich ih­re täg­li­che Ar­beit. „In­dem wir Ih­nen sa­gen: ,Schaut her, wir le­ben auch da­mit. Das ist kein Pro­blem, auch wenn für euch jetzt im Mo­ment ge­ra­de die Welt zu­sam­men­zu­bre­chen scheint.‘ Das ist das ab­so­lut Wich­tigs­te an un- se­rer Ar­beit. Die­ser di­rek­te Kon­takt und das Vor­be­rei­ten der Pa­ti­en­ten auf die neue Le­bens­si­tua­ti­on. Al­brecht und die an­de­ren eh­ren­amt­li­chen Hel­fer wis­sen ge­nau, um was es geht. Vie­le von Ih­nen tei­len das Schick­sal ih­rer Schütz­lin­ge. Sto­ma. Künst­li­cher Darm­aus­gang. Ein Ta­bu­the­ma. „Das kann sich doch kei­ner vor­stel­len. So was pas­siert mir doch nicht, meint je­der. So war es ■ bei mir auch vor über 31 Jah­ren.“Die Deut­sche ILCO-Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­ti­on für Sto­ma­trä­ger und Men­schen mit Darm­krebs (www.ilco. de) wur­de am An­fang der 70er-Jah­re ge­grün­det. Die So­li­dar­ge­mein­schaft von Men­schen mit künst­li­chem Darm­aus­gang oder künst­li­cher Harnablei­tung und von Men­schen mit Darm­krebs hat vie­le Tau­sen­de Mit­glie­der in Deutsch­land.

F.: Micha­el Wes­ter­mann

Bri­git­te Al­brecht (Mit­te) und die eh­ren­amt­li­chen Hel­fer des ILCO-Be­suchs­diens­tes ha­ben 14 Plät­ze im tea­tro ge­won­nen!

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