Wo bleibt der Tier­schutz?

tz - - MENSCHEN -

Am Mops schei­den sich die Geis­ter. Für die ei­nen ist er ein nied­li­ches Tier mit run­dem Kopf, Glub­schau­gen und Platt­na­se. Nicht oh­ne Grund ist er so po­pu­lär. Für an­de­re fällt sein Aus­se­hen un­ter den Be­griff Qual­zucht, die fürs Kind­chen­sche­ma In­va­li­di­tät in Kauf nimmt. Da­bei un­ter­sagt das Tier­schutz­ge­setz in § 11 b im Prin­zip die­se Form der Zucht: „Es ist ver­bo­ten, Wir­bel­tie­re zu züch­ten (…), wenn zu er­war­ten ist, dass als Fol­ge der Zucht bei der Nach­zucht oder de­ren Nach­kom­men erb­lich be­dingt Kör­per­tei­le oder Or­ga­ne für den art­ge­mä­ßen Ge­brauch feh­len oder un­taug­lich oder um­ge­stal­tet sind und hier­durch Schmer­zen, Lei­den oder Schä­den auf­tre­ten.“Doch wel­che Zucht­zie­le un­ter Qual­zucht fal­len, ist nicht ex­akt de­fi­niert, so­dass die Äm­ter recht­lich kaum ge­gen ex­tre­me Kurz­köp­fig­keit vor­ge­hen kön­nen. Tier­ärz­te for­dern da­her ei­ne Ver­schär­fung des Ge­set­zes.

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