Selbst­kri­tik!

tz - - BUNT GEMISCHT - An­onym

Ich ha­ben ei­ne neun­jäh­ri­ge Toch­ter und ei­nen 13-jäh­ri­gen Sohn. Ich bin ge­schie­den. Ich möch­te so viel Zeit wie mög­lich mit den Kin­dern ver­brin­gen. Min­des­tens je­des zwei­te Wo­che­n­en­de sind sie bei mir. Nun ist es aber so, dass die Klei­ne be­geis­tert Hand­ball spielt und der Gro­ße Fuß­ball. Al­ler­dings muss er in­zwi­schen viel ler­nen, auch am Wo­che­n­en­de, und auch da wer­de ich ge­braucht. Ich kann al­so nicht im­mer zu den Aus­wärts­spie­len mei­ner Toch­ter mit­fah­ren, wäh­rend bei den meis­ten Kin­dern im­mer Mut­ter oder Va­ter da­bei sind. Das letz­te Mal hat sie des­we­gen ge­weint. Ich bin in ei­ner Zwick­müh­le.

Die Si­tua­ti­on ist nicht ein­fach. We­der für Sie noch für die Kin­der. Sie ge­ben sich viel Mü­he und mei­nen viel­leicht auch so man­chen vor­wurfs­vol­len Blick zu spü­ren, wenn Sie um ei­ne Mit­fahr­ge­le­gen­heit für Ih­re Toch­ter nach­fra­gen. (Ich wünsch­te mir, je­der wür­de erst mal „vor der ei­ge­nen Haus­tü­re keh­ren“, be­vor er oder sie auf an­de­re schielt.) Pri­ma wär’s, wenn’s ei­ne Aus­nah­me blie­be und Sie Ih­rer Toch­ter das ein­fühl­sam er­klä­ren könn­ten. Ein Ge­dan­ke: Vo­ka­beln könn­te man viel­leicht auch mal auf der Tri­bü­ne ei­ner Turn­hal­le ler­nen. Aber vor al­lem wün­sche ich Ih­nen drei­en al­les Gu­te.

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