Im Bann des Su­per­mon­des

tz - - COMIC -

Am Mon­tag gibt es für Him­mels­gu­cker ein sel­te­nes Na­tur­schau­spiel zu be­ob­ach­ten: Der größ­te Su­per­mond seit 70 Jah­ren geht auf! Un­ser Tra­bant wird da­bei be­son­ders groß und hell zu se­hen sein.

Da­mit ein Su­per­mond auf­ge­hen kann, müs­sen zwei Er­eig­nis­se zu­sam­men­tref­fen. Da­zu muss man ers­tens wis­sen, dass sich der Mond nicht auf ei­ner kreis­run­den, son­dern auf ei­ner elip­ti­schen Bahn um die Er­de be­wegt. Al­le 29 Ta­ge ge­langt er auf sei­nem Weg an den Punkt, der un­se­rem Pla­ne­ten am nächs­ten liegt. Er be­fin­det sich dann et­wa 356 000 Ki­lo­me­ter ent­fernt. Zum Ver­gleich: Der erd­ferns­te Punkt be­trägt mehr als 400 000 Ki­lo­me­ter.

Zwei­tens wis­sen al­le mond­emp­find­li­chen Men­schen nur zu ge­nau, dass der Mond ver­schie­de­ne Pha­sen durch­läuft – und sich vom Ne­u­mond zum Voll­mond ver­wan­delt, um dann wie­der ab­zu­neh­men. Verant- wort­lich da­für ist die Kon­stel­la­ti­on zwi­schen Er­de, Mond und Son­ne. Je nach Ein­fall re­flek­tiert der Tra­bant, der ja selbst nicht strahlt, das Licht un­se­res Him­mels­ge­stirns. Als Su­per­mond be­zeich­net man nun das Zu­sam­men­tref­fen ei­nes Voll­mon­des, wenn er der Er­de am nächs­ten kommt. Am 14. No­vem­ber ist es al­so so weit: Der Tra­bant wird von der Son­ne voll an­ge­strahlt und ist da­bei der Er­de so nah wie zu­letzt im Jahr 1946. Am Himmel er­scheint der Mond dann um 14 Pro­zent grö­ßer, das ent­spricht et­wa dem Un­ter­schied von ei­ner EinEu­ro- zu ei­ner Zwei-Eu­ro-Mün­ze. Sei­ne Strahl­kraft steigt um 30 Pro­zent. Erst am 25. De­zem­ber 2034 wird ein Voll­mond der Er­de noch ein Stü­ckerl nä­her kom­men.

Wel­chen Ein­fluss der Su­per­mond auf un­ser Be­fin­den hat und wie die Na­tur dar­auf re­agiert – in der be­ant­wor­ten Ex­per­ten die wich­tigs­ten Fra­gen:

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