Cl­in­ton-Clan weint: „Es tut so weh“

tz - - TRUMP – NEUER US-PRÄSIDENT -

Hil­la­ry Cl­in­ton hat die größ­te Nie­der­la­ge ih­res Le­bens er­lit­ten. Und das sieht man ihr auch an, als sie am Mitt­woch um 17.39 Uhr deut­scher Zeit in New York vor die Mi­kro­fo­ne tritt, sich als fai­re Ver­lie­re­rin zeigt und Tri­um­pha­tor Do­nald Trump ei­ne Zu­sam­men­ar­beit „zum Woh­le un­se­res Lan­des“an­bie­tet. Ih­re Re­de ist un­ge­wöhn­lich emo­tio­nal, ih­re Aus­sa­gen trotz­dem sou­ve­rän: Sie hof­fe, dass der Re­pu­bli­ka­ner ein „er­folg­rei­cher“Prä­si­dent sein wer­de! Der Aus­gang der Wahl sei nicht der, „den wir er­hofft ha­ben“, so Cl­in­ton ge­gen­über ih­ren An­hän­gern. „Es ist schmerz­haft und es wird für ei­ne lan­ge Zeit schmer­zen.“Es ge­hö­re aber zu den Grund­sät­zen der De­mo­kra­tie, das Er­geb­nis zu ak­zep­tie­ren. Ein fried­li­cher Macht­trans­fer sei ein „hei­li­ger Wert“.

Die USA sei­en ge­teil­ter, „als wir ge­dacht hät­ten“, führ­te Cl­in­ton wei­ter aus. Al­le aber soll­ten der Prä­si­dent­schaft Trumps ei­ne Chan­ce ge­ben. Zu­gleich for­der­te die ehe­ma­li­ge Au­ßen­mi­nis­te­rin ih­re An­hän­ger auf, wei­ter für ih­re Idea­le zu kämp­fen.„Die­se Nie­der­la­ge tut sehr weh. Aber hört nie­mals auf, dar­an zu glau­ben, dass es sich lohnt, für das zu kämp­fen, wor­an man glaubt.“Aus­drück­lich wand­te sich Cl­in­ton den Frau­en und Mäd­chen zu, de­nen sie im Wahl­kampf ver­spro­chen hat­te, die „glä­ser­ne De­cke“zu durch­sto­ßen und als ers­te Frau ins Wei­ße Haus ein­zu­zie­hen. Ihr selbst sei es nun lei­der doch nicht ge­lun­gen. „Aber ei­nes Ta­ges wird es je­man­dem ge­lin­gen!“

Nach der Re­de lie­gen sich Cl­in­ton und ih­re An­hän­ger in den Ar­men. Trä­nen flie­ßen, auch bei ih­rem Mann Bill. Ih­re Nie­der­la­ge ist bit­ter. Wie US-Me­di­en be­rich­ten hat sie rund 130 000 Wäh­ler mehr mo­bi­li­sie­ren kön­nen als ihr Geg­ner, aber sie hol­te da­mit we­ni­ger Wahl­män­ner als Trump.

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