An­kla­ge: Das pas­sier­te am Fa­schings­diens­tag

tz - - MÜNCHEN+REGION -

Am 9. Fe­bru­ar 2016, dem Fa­schings­diens­tag, stie­ßen zwei Re­gio­nal­zü­ge zwi­schen Kol­ber­moor und Bad Ai­b­ling fron­tal zu­sam­men. Nach Über­zeu­gung der Staats­an­walt­schaft hat­te der Fahr­dienst­lei­ter Micha­el P. die bei­den Zü­ge gleich­zei­tig auf die ein­glei­si­geStre­cke­ge­schickt. Tech­ni­sche Vor­rich­tun­gen, die das ei­gent­lich ver­hin­dern, blo­ckier­te er. Als der Mann sei­nen ver­häng­nis­vol­len Irr­tum be­merk­te, be­ging er laut An­kla­ge ei­nen wei­te­ren Feh­ler: Er woll­te die Lok­füh­rer noch war­nen, er­wisch­te aber den fal­schen Knopf, so­dass der Alarm nicht in den Zü­gen an­kam. Bis kurz vor dem Fron­tal­zu­sam­men­stoß um 6.47 Uhr hat­te er das Fan­ta­sy-Spiel Dun­ge­on Hun­ter 5 auf sei­nem Smart­pho­ne ge­spielt. Erst um 6.45 Uhr und 59 Se­kun­den be­en­de­te Micha­el P. das Spiel. Von die­sem Mo­ment an blie­ben nur noch 61 Se­kun­den bis zu dem fron­ta­len Zu­sam­men­stoß.

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