Ein Ju­wel zum Schmö­kern & Small-Tal­ken

tz - - MENSCHEN - UL­RI­KE SCHMIDT

Der bel­gi­sche Star­de­si­gner, Kunst­samm­ler und An­ti­qui­tä­ten­händ­ler Axel Ver­vo­ordt (69) macht Räu­me zu un­auf­dring­li­chen, zeit­lo­sen und sehr pri­va­ten Schmuck­stü­cken, als wä­ren sie im­mer schon da­ge­we­sen. Er hat das für Yves Sain­tLau­rent ge­tan, Ru­dolf Nu­re­jew, Cal­vin Klein, Sting oder Robert DeNi­ro. Öf­fent­li­che Räu­me ge­stal­tet er nicht, nur in ganz sel­te­nen Aus­nah­me­fäl­len, wie den, wenn In­ne­grit Volk­hardt an­ruft – die Che­fin und Kom­ple­men­tä­rin des Lu­xus­ho­tels Baye­ri­scher Hof, die ein be­son­de­res Fai­b­le für In­te­rior­de­sign und Jazz­mu­sik pflegt. Vor 18 Mo­na­ten rief sie mal wie­der im bel­gi­schen Wi­j­ne­gem an, nach­dem Ver­vo­ordt in Mün­chens ers­tem Haus schon das Gar­denRe­stau­rant, das Ster­ne-Re­stau­rant Ate­lier und die Ci­ne­ma-Lounge ge­stal­tet hat­te. Dies­mal soll­te es um die Neu­ge­stal­tung der Hal­le des im Ho­tel in­te­grier­ten Pa­lais Mont­ge­las ge­hen – ei­ner Ver­an­stal­tungs­stät­te, die ehe­mals als Kut­schen­hof ge­dient hat­te und bis­her oh­ne Ta­ges­licht war. Eben bis Axel Ver­vo­ordt kam und zu­sam­men mit dem Ar­chi­tek­ten Gre­gor Baur aus der Hal­le ein licht­durch­flu­te­tes Ju­wel, ei­nen 185 Qua­drat­me­ter gro­ßen Ver­an­stal­tungs­raum mit Bi­b­lio­theks­und Wohn­zim­mer­cha­rak­ter mach­te – nebst an­gren­zen­dem Al­ko­ven als wei­te­rem Rück­zugs­ort. Ein Rie­sen-Glas­dach sorgt jetzt für Ta­ges­licht.

Am Mitt­woch­abend wur­de die Zwei-Mil­lio­nen-Eu­ro-In­ves­ti­ti­on mit 500 Gäs­ten und ei­nem gro­ßen Fest ge­fei­ert. In­ne­grit Volk­hardt be­dau­er­te nur, dass sie mit der Ein­la­dung nicht um ein be­reits ge­le­se­nes und ge­moch­tes Buch ge­be­ten hat­te, um die Re­ga­le auf­zu­fül­len, ob­wohl ih­re Mut­ter Eri­ka Volk­hardt schon 4000 Bän­de, al­so ein Vier­tel ih­rer per­sön­li­chen Bi­b­lio­thek, für die Pa­lais­hal­le ge­stif­tet hat­te. „Sie sind al­le ge­le­sen und für gut be­fun­den wor­den“, so Eri­ka Volk­hardt, die mäch­tig stolz auf ih­re so krea­ti­ve und tüch­ti­ge Toch­ter In­ne­grit ist.

Gun­du­la Fuchs­ber­ger – in Be­glei­tung ih­res En­kels Ju­li­en, der in­zwi­schen auch in ihr Haus in Grün­wald ein­ge­zo­gen ist – hät­te die Bü­cher ih­res ver­stor­be­nen Man­nes Bla­cky († 87, 2014) mit­ge­bracht; sie wird sie jetzt beim nächs­ten Mal mit­brin­gen: Alt­wer­den ist nichts für Feig­lin­ge, Ziel­ge­ra­de oder die Bio­gra­fi­en. Al­les Best­sel­ler. Mit Fa­mi­lie Volk­hardt sind die Fuchs­ber­gers seit Jahr­zehn­ten be­freun­det – und im Baye­ri­schen Hof wie da­heim. Gun­del geht es in­zwi­schen wie­der gut, sie lacht wie­der und dem­nächst fliegt sie nach Aus­tra­li­en. Die 86-Jäh­ri­ge sagt: „In dem Al­ter darf man sich nicht ab­kap­seln. Man muss Freund­schaf­ten pfle­gen und ich freu mich, dass ich mei­ne En­kel hab, die sich um mich küm­mern.“

Die Welt von Ges­tern – Er­in­ne­run­gen ei­nes Eu­ro­pä­ers von Ste­fan Zweig wä­re das Buch ge­we­sen, das Wirt­schafts­an­walt und Pro­fes­sor Dr. Hart­mut Kunst­mann mit­ge­bracht hät­te, und im auf­ge­reg­ten Dis­kurs zum Wahl­aus­gang in Ame­ri­ka rät er erst ein­mal zu Ge­las­sen­heit. „Die Auf­re­gung ist ähn­lich wie bei Ro­nald Rea­gan vor über 30 Jah­ren – man muss Do­nald Trump jetzt erst mal ei­ne Chan­ce ge­ben – ge­ben wir ihm die 100 Ta­ge. Ame­ri­ka hat sich im­mer po­si­tiv in der Welt­ge­schich­te ge­zeigt, und viel­leicht ha­ben wir aus un­se­rer eu­ro­päi­schen Sicht Hil­la­ry Cl­in­ton ein­fach über­schätzt.“

Ver­mö­gens­ver­wal­ter Franz Wams­ler hat die­ser Wahl­aus­gang gar nicht über­rascht. „Das gro­ße Pro­blem ist jetzt, dass die ame­ri­ka­ni­sche Vor­bild­de­mo­kra­tie und Eu­ro­pa mit lau­ter po­pu­lis­ti­schen The­men kon­fron­tiert wer­den.“Er will dem­nächst die Bib- lio­thek um ein Buch über die Wams­ler-Ofen-Wer­ke er­wei­tern – und sei­ne Frau um die Ge­schich­te des FC Bay­ern, nach­dem Ur­groß­va­ter Fried­rich Wams­ler Grün­dungs­mit­glied war....

Star­koch Hans Jörg Bach­mei­er könn­te Koch­bü­cher bei­steu­ern, neu­er­dings auch klei­ne Vi­de­os, nach­dem er das „Ge­wusst-wie“sei­ner Re­zep­te jetzt re­gel­mä­ßig an­schau­lich auf Youtube zeigt ...

Wo­mit wir beim Hand­werk wä­ren. Ju­we­len­schmied Pa­trik Muff und Ehe­frau Be­le wür­den ein Tä­to­wier­buch oder Hand­werks­buch in die Re­ga­le stel­len, wie The Craft and the Ma­kers.

Es fei­er­ten die neue Pa­lais­hal­le u.a. auch: Ko­mö­die-imBaye­ri­schen-Hof-Prin­zi­pal Tho­mas Pe­kny mit Freun­din Gabriela Spier, Uschi Acker­mann, Ta­ma­ra Dietl, Wolf­ram Win­ter, Prof. Dr. Bru­no Mei­ser und Fe­lix Ras­lag, Eti­en­ne-Ai­g­ner-Vor­stand Si­byl­le Schön, Pro­du­zent Eber­hard Jun­kers­dorf, BMWWelt-Chef Helmut Käs, die Ärz­tin­nen und Chir­ur­gin­nen Dr. Ul­ri­ke Mu­scha­weck und Dr. Con­stan­ce Neu­hann-Lo­renz, Mo­de­ra­to­rin Ni­na Ru­ge, Dr. Wolf­gang und An­net­te Schnell, Film­pro­du­zen­tin Ga­b­rie­le Walt­her, Gerd Streh­le mit sei­ner frisch an­ge­trau­ten Frau Gi­la.

Mit Nas­horn: Ni­na Ru­ge und An­ders Tho­mas (Nym­phen­bur­ger Por­zel­lan)

Sehr schick und sty­lisch: die neue Pa­lais­hal­le im Ho­tel Baye­ri­scher Hof. Trotz der Grö­ße fan­den Hei­ner und Vik­to­ria Lau­ter­bach ei­nen Platz zum Ku­scheln Tho­mas Pe­kny (Ko­mö­die im Baye­ri­schen Hof) mit neu­er Freun­din Gabriela Spier Glück­lich: Soo Leng Ku­chen­reu­ther mit Le­bens­ge­fähr­te Prof. Dr. Hart­mut Kunst­mann 089 53 06 497 089 53 06 537 089 53 06 573 089 53 06 597 Sie ha­ben sich erst vor Kur­zem das Ja­wort ge­ge­ben: Gerd und Gi­la Streh­le

Gast­ge­be­rin und Ho­tel­che­fin In­ne­grit Volk­hardt mit De­si­gner Axel Ver­vo­ordt

Oben: Sie ist nicht mehr al­lei­ne: Gun­del Fuchs­ber­ger mit ih­rem En­kel Ju­li­en, der jetzt zu ihr nach Grün­wald ge­zo­gen ist

Rechts: Franz und Susanne Wams­ler mit Wiesnwirt Chris­ti­an Schot­ten­ha­mel (r.)

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