Kroos, Özil – die sind gran­di­os!

tz - - COMIC - IN­TER­VIEW: JOSÉ CAR­LOS MEN­ZEL LÓPEZ

Si­gno­re Chiaruz­zi, freu­en Sie sich schon auf das Spiel ge­gen den Welt­meis­ter?

Chiaruz­zi: Ehr­lich ge­sagt nein. War­um das? Chiaruz­zi: Ich bin ver­letzt und kann nicht spie­len. Ei­ne Schan­de ist das! Hier in San Ma­ri­no spie­len wir auf Kun­st­ra­sen, und zwar nicht ge­ra­de auf dem mo­derns­ten. Für den Rü­cken ist das die Höl­le.

Al­so sit­zen Sie auf der Tri­bü­ne?

Chiaruz­zi: Ich su­che noch nach ei­nem Ti­cket, aber das Sta­di­on ist voll. Könn­te schwie­rig wer­den. Sieht al­so ganz da­nach aus, als müss­te ich es mir hier in der Bar an­schau­en. Oder am bes­ten gar nicht. Es macht mich sau­er, dass ich nicht spie­len kann – da ver­zich­te ich lie­ber ganz dar­auf.

Al­so bleibt es vor­erst bei Ih­rem High­light von Wem­bley.

Chiaruz­zi: Es wird sich nicht ver­mei­den las­sen. En­g­land war die ers­te gro­ße Na­ti­on, ge­gen die ich spie­len durf­te. In Wem­bley! Die ers­ten zehn Mi­nu­ten ha­be ich gar nichts ver­stan­den, ich war ein­fach nur glück­lich. Wie ein klei­nes Kind. Ab der zehn­ten Mi­nu­te ha­be ich mich dann ge­fan­gen und es war so, als ob ich hier in San Ma­ri­no ge­spielt hät­te. Auf Deutsch­land hat­te ich mich aber be­son­ders ge­freut. Ein Jam­mer, dass es nicht klappt. Al­lein schon we­gen Khe­di­ra. Ihr Lieb­lings­spie­ler? Chiaruz­zi: Das nicht, nein. Aber er spielt für Ju­ven­tus Tu- rin, mei­nen Lieb­lings­ver­ein. Ich hät­te gern mit ihm das Tri­kot ge­tauscht. Aber Kroos, Müller, Neu­er – das sind al­les gran­dio­se Ki­cker. Und Özil! Ist er auch da­bei?

Nein, der Bun­des­trai­ner schont ihn. Neu­er, Kroos und Boateng spie­len auch nicht.

Chiaruz­zi: Dann ha­ben wir ja Wir sind in der Li­gen­grup­pe viel­leicht ’ne Chan­ce (lacht)! B. Fuß­bal­ler zu sein, reicht in Was glau­ben Sie denn, wie es San Ma­ri­no aber nicht, um zu aus­geht? le­ben. Da braucht man ei­nen Ich? nor­ma­len Job, um über die Chiaruz­zi: Ja, ich hal­te die Run­den zu kom­men. Ant­wort schon aus. So wie Ih­re Bar.

Na ja, ich tip­pe auf kein Chiaruz­zi: Ge­nau. Da­vor haSpiel auf Mes­sers Schnei­de. be ich in ei­ner Bank ge­ar­bei­tet 7: 0, viel­leicht 8: 0. und mir das Ka­pi­tal zu­sam

Chiaruz­zi: Al­les un­ter­halb men­ge­spart, das ich für die Bar des zwei­stel­li­gen Be­reichs wä­be­nö­tigt ha­be. Seit 2010 ge­hört re gut. Und wer weiß, viel­leicht der Rest bei uns – ein we­nig Kur­ze Zwi­schen­fra­ge: San sie jetzt schon mir. Mor­gens hau­en wir ih­nen ja auch eins klei­ner als in an­de­ren LänMa­ri­no ist rund 60 Qua­drat­über­neh­men zwei Mä­dels die rein (lacht). dern. In San Ma­ri­no gibt es ki­lo­me­ter groß. Wie vie­le Schicht, abends bin ich da. Ich

Wor­auf müss­te man sich in nur ei­ne Li­ga, was schon mal Sta­di­en pas­sen da denn über­ar­bei­te lie­ber abends, wis­sen die­sem Fall Sie.denVor­teil­mit­sich­bringt,ein­stel­len? haupt rein?

Chiaruz­zi: Das kön­nen Sie dass man nicht ab­stei­gen Chiaruz­zi: Nur fünf, des­weB­leibt da über­haupt noch sich nicht aus­ma­len! Ich be­kann. Es gibt ins­ge­samt 15 gen gibt es hier auch kei­ne Zeit fürs Trai­ning? fürch­te, das Sta­di­on wür­de Mann­schaf­ten, die sich in Heim- und Aus­wärts­man­nChiaruz­zi: Bei drei Ein­hei­ten nicht ste­hen­blei­ben. zwei Grup­pen un­ter­tei­len. schaf­ten. Mal spielt ei­ne die Wo­che ist das schon drin.

Wie steht es ei­gent­lich um Die drei bes­ten Mann­schafMann­schaft hier, mal dort. Es sei denn, wir ha­ben ei­ner den Li­ga­be­trieb in San Ma­ri­ten ei­ner je­den Grup­pe komSo läuft das bei uns. Län­der­spiel­wo­che: Da trai­ni­eno? men wei­ter und tref­fen in Und für wel­chen Ver­ein ren wir na­tür­lich täg­lich. So

Chiaruz­zi: Auch der ist vor­ei­ner Art Play­off auf­ein­an­spie­len Sie? wie sich das ge­hört. han­den, er ist nur – wie auch der. Chiaruz­zi: Für Tre Pen­ne.

San Ma­ri­nos Chiaruz­zi zum tz-Re­por­ter

Fo­tos: lop

Na­tio­nal­pie­ler Chiaruz­zi mit Re­por­ter Men­zel Lopez Seit 2010 ge­hört Na­tio­nal­spie­ler Chiaruz­zi die Bar. Vor­her hat er in der Bank ge­ar­bei­tet

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