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tz - - SPORT - IN­TER­VIEW: THO­MAS GASS­MANN

Ent­schlüs­seln Sie für uns ein­mal die Ge­heim­nis­se Ih­res neu­en Trai­ners Pep Guar­dio­la?

Gün­do­gan: Er ist po­si­tiv verrückt. Er spru­delt nur so vor Ide­en, da kom­men wir als Mann­schaft manch­mal gar nicht mehr mit. Er ver­langt viel von uns, ach­tet auf je­de Klei­nig­keit. Aber es macht Spaß. Der Trai­ner und ich ha­ben ei­ne ähn­li­che Vor­stel­lung vom idea­len Fuß­ball. Des­halb klappt es so gut zwi­schen uns.

Wie klappt es mit dem Le­ben in En­g­land, zum Bei­spiel mit dem Au­to­fah­ren?

Gün­do­gan (lacht): In der ers­ten Wo­che ha­be ich im­mer die Fah­rer­tür ge­sucht. Klar, du gehst ja au­to­ma­tisch auf die lin­ke Sei­te, und dann fällt dir auf, dass das Lenk­rad auf der an­de­ren Sei­te ist.

Mit Me­sut Özil (Ar­senal), Em­re Can (Li­ver­pool) und Le­roy Sa­né (ManCi­ty) spie­len noch wei­te­re deut­sche Spie­ler in der Pre­mier Le­ague. Das ist ja ei­ne klei­ne deut­sche Com­mu­ni­ty. Trifft man sich auch ein­mal?

Gün­do­gan: Mit Le­roy fah­re ich im­mer ge­mein­sam zum Trai­ning, wir ver­brin­gen auch viel Frei­zeit mit­ein­an­der. Ich ha­be mich auch be­reits zwei­mal mit Me­sut und sei­nen Jungs in London ge­trof­fen. Mit dem Zug sind es ja nur zwei St­un­den von Man­ches­ter nach London. Dann sind wir Es­sen ge­gan­gen. Ich den­ke, dass in den nächs­ten Jah­ren noch vie­le deut­sche Spie­ler nach En­g­land wech­seln wer­den.

Ihr Ex-Trai­ner Jür­gen Klopp aus ge­mein­sa­men Dort­mun­der Zei­ten rockt mit Li­ver­pool die Pre­mier Le­ague, ist Ta­bel­len­füh­rer. Über­rascht Sie das?

Gün­do­gan: Nein. Jür­gen macht ei­nen su­per Job. Er ist ein groß­ar­ti­ger Trai­ner. Es freut mich für ihn, auch wenn Li­ver­pool un­ser di­rek­ter Kon­kur­rent ist.

Könn­ten Sie sich ei­ne Rück­kehr in die Bun­des­li­ga vor­stel­len?

Gün­do­gan: Ich ha­be noch vier Jah­re Ver­trag in Man­ches­ter. Und ich füh­le mich sehr wohl. Ich ha­be mich für En­g­land ent­schie­den, weil ich et­was Neu­es in mei­nem Le­ben pro­bie­ren woll­te. Mei­ne Ent­schei­dung ha­be ich kei­ne Se­kun­de lang be­reut. Aber na­tür­lich kann ich mir ir­gend­wann auch wie­der ei­ne Rück­kehr vor­stel­len. Die Bun­des­li­ga ist im­mer ein Thema.

Im Rah­men der Län­der­spie­le ge­gen San Ma­ri­no und Ita­li­en wer­den Sie den Papst tref­fen. Schon ner­vös?

Gün­do­gan: Ein we­nig. Ich weiß ja nicht, was mich er­war­tet. Aber es ist auf je­den Fall ei­ne gro­ße Eh­re. Ich freue mich sehr dar­auf.

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