Kum­pa­nei in der Ab­gas­af­fä­re

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Mau­sche­lei zwi­schen den Kon­trol­leu­ren des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums und der Au­to­in­dus­trie! Im Zu­ge der Die­sel-Af­fä­re hat­te das Alex­an­der Do­brindt (CSU) un­ter­stell­te Kraft­fahr­tbun­des­amt (KBA) vie­le Mo­del­le un­ter­schied­li­cher Her­stel­ler un­ter die Lu­pe ge­nom­men. Un­ab­hän­gig, wie im­mer be­haup­tet wur­de. Jetzt öf­fent­lich ge­wor­de­ne EMails wer­fen aber ein an­de­res Licht auf die Sa­che. Aus ih­nen geht her­vor, dass sich das KBA eng mit den Her­stel­lern ab­ge­stimmt hat­te. In ei­ner No­tiz heißt es zum Bei­spiel, es wer­de mit den Her­stel­lern „zu­vor kon­kret be­spro­chen“, was ver­öf­fent­licht wer­de. An an­de­rer Stel­le ist die Re­de von ei­nem „ab­ge­stimm­ten Vor­schlag“für ei­nen Be­richt der „Un­ter­su­chungs­kom­mis­si­on Volks­wa­gen“. Ver­brau­cher­ver­bän­de und die Op­po­si­ti­on im Bun­des­tag re­agier­ten mit schar­fer Kri­tik. Der Ver­kehrs­club Deutsch­land (VCD) sprach von ei­nem „Skan­dal“, Grü­nen-Frak­ti­ons­chef An­ton Ho­frei­ter kri­ti­sier­te ein „Ver­sa­gen“staat­li­cher Kon­troll­gre­mi­en und sprach von „Kum­pa­nei“. Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um und das KBA er­klär­ten, „ein sol­ches Pro­ze­de­re ist in­ter­na­tio­nal üb­lich und not­wen­dig“.

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