Die Post in Zah­len

tz - - BAYERN -

Vor 500 Jah­ren schloss Karl I. von Spa­ni­en mit der Fa­mi­lie von Ta­xis den his­to­ri­schen Ver­trag. Zah­len und Fak­ten zur Post: ■ 5,7 Ki­lo­me­ter leg­te die Post pro St­un­de zu Be­ginn des 16. Jahr­hun­derts zwi­schen Me­che­len bei Brüs­sel und Wi­en zu­rück; das ent­sprach ei­ner Ta­ges­leis­tung von 137 Ki­lo­me­tern. ■ Acht frü­he Fa­mi­li­en­ober­häup­ter der Ta­xis wur­den in Brüs­sel be­er­digt, ei­ner der wich­tigs­ten Wirt­schafts­me­tro­po­len im 15. und 16. Jahr­hun­dert. Post-„Er­fin­der“Franz von Ta­xis (1459 -1517) ließ in der Kir­che Not­re Da­me du Sa­blon ei­ne Fa­mi­li­en­grab­le­ge ein­rich­ten. ■ 300 Gold­gul­den er­hielt ei­ner der ers­ten ak­ten­kun­dig be­kann­ten „Post­bo­ten“der Fa­mi­lie Ta­xis, Jo­han­nes Dachs, für sei­ne Di­ens­te im Jahr 1490. ■ 440 Po­st­äm­ter un­ter­hiel­ten die Thurn und Ta­xis noch um die Mit­te des 19. Jahr­hun­derts. ■ 2600 Me­ter hoch, et­was un­ter­halb des Gip­fels der Zug­spit­ze (2962 Me­ter), liegt das höchs­te Post­amt Deutsch­lands. ■ 40 589 lau­tet die Post­leit­zahl ei­nes Bau­mes mit ei­nem ei­ge­nen Brief­kas­ten – die Klei­ne Him­mel­geis­ter Kas­ta­nie. ■ 60 Mil­lio­nen Brie­fe be­för­dert die Deut­sche Post heu­te im Schnitt an je­dem Werk­tag. Die zu die­sem Zeit­punkt schon stark ge­schrumpf­te Thurn-und-Ta­xis-Post lie­fer­te 1846 et­was über fünf Mil­lio­nen Sen­dun­gen aus – im Jahr.

Franz von Ta­xis auf ei­nem zeit­ge­nös­si­schen Ge­mäl­de und die Fa­mi­lie von Thurn und Ta­xis mit dem 1990 ver­stor­be­nen Fürst Jo­han­nes

F: dpa

An­dre­as Obe­r­au­er leert den Post­kas­ten auf der Zug­spit­ze

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