Mehr Geld für An­ti-Ter­ror-Kampf

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Es bleibt bei Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­bles (CDU) „schwar­zer Null“, ob­wohl die Ko­ali­ti­on den Haus­halts­plan für 2017 noch ein­mal auf­ge­stockt hat. Ein­nah­men und Aus­ga­ben sol­len sich mit je 329,1 Mil­li­ar­den Eu­ro die Waa­ge hal­ten. Deut­lich er­höht wur­den die Mit­tel für den Kampf ge­gen Ter­ror und die Flücht­lings­kri­se, für Ver­tei­di­gung so­wie hu­ma­ni­tä­re Hil­fe. Ei­ne gu­te Nach­richt für Mit­glie­der der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen: die Zu­satz­bei­trä­ge wer­den nächs­tes Jahr nicht stei­gen, weil Ge­sund­heits­mi­nis­ter Her­mann Grö­he (CDU) den Kas­sen wie an­ge­kün­digt 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro aus dem Ge­sund­heits­fonds zu­schießt. Und so sieht der Haus­halts­ent­wurf aus, dem der Bun­des­tag noch zu­stim­men muss: ■ Für die In­ne­re Si­cher­heit wer­den die be­reits er­höh­ten Mit­tel ge­gen­über dem Re­gie­rungs­ent­wurf um wei­te­re 640 Mio. an­ge­ho­ben. Der Ge­samt­etat des In­nen­mi­nis­te­ri­ums steigt da­mit auf 8,98 Mrd. Mit den zu­sätz­li­chen Mit­teln für das In­nen­res­sort wird es bis zum Jahr 2020 nach An­ga­ben der Uni­ons­frak­ti­on 4300 neue Stel­len für Si­cher­heits­be­hör­den so­wie rund 876 Mil­lio­nen Eu­ro für Per­so­nal- und Sach­mit­tel ge­ben. Die Mit­tel für den Ver­fas­sungs­schutz und den BND wer­den ge­gen­über 2016 eben­falls deut­lich er­höht. ■ Ar­beits- und So­zi­al­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les (SPD) muss mit ei­ner Mil­li­ar­de we­ni­ger als zu­erst ein­ge­plant aus­kom­men. We­gen der ge­rin­ge­ren Flücht­lings­zu­wan­de­rung gibt’s we­ni­ger Geld für Ar­beits­markt- und In­te­gra­ti­ons­maß­nah­men. Trotz­dem ist Nah­les’ Etat mit 137,58 Mrd. mit Ab­stand der größ­te.

Das Ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um■ be­kommt 550 Mil­lio­nen mehr, ins­ge­samt 8,54 Mrd.p Eu­ro. Für das Kin­der­hilfs­werk Unicef wer­den 100 Mio. Eu­ro mehr aus­ge­ge­ben, ins­ge­samt be­kommt es ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Eu­ro. ■ Das Aus­wär­ti­ge Amt er­hält nach der deut­li­chen Auf­sto­ckung um 630 Mio. nun 5,23 Mrd. Eu­ro. 1,2 Mrd. da­von sol­len für die Ver­sor­gung der Flücht­lin­ge in den Nach­bar­staa­ten Sy­ri­ens ver­wen­det wer­den.

Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ro­fi­tiert von ei­nem Plus von 393 Mio., u. a. für den Kauf klei­ner Kriegs­schif­fe (ge­s­amt: 37 Mrd.). ■ Die In­ves­ti­tio­nen stei­gen von 33,28 Mrd. auf nun 36,07 Mrd. ■ Kri­tik: Die Op­po­si­ti­on ist ent­täuscht. Sven-Chris­ti­an Kind­ler von den Grü­nen sag­te, nö­tig sei in Zei­ten ei­ner wach­sen­den Ve­r­un­si­che­rung der Be­völ­ke­rung ein Zei­chen der Hoff­nung und des Mu­tes. Die Ko­ali­ti­on „stol­pert pl­an­los und zer­strit­ten in das nächs­te Jahr“. Der Haus­halt sei ein „Etat der ver­pass­ten Chan­cen“.

Fo­tos: doa

In­ne­re Si­cher­heit ist ei­ner der Schwer­punk­te im Haus­halts­plan­ent­wurf der GroKo für das nächs­te Jahr. Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) ach­te­te streng dar­auf, dass trotz der Mehr­aus­ga­ben auch 2017 kei­ne neu­en Schul­den auf­ge­nom­men wer­den müs­sen

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