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Tod vor

Ge­sucht wird der letz­te Buch­sta­be des Lö­sungs­wor­tes. Die Er­mitt­ler­teams wech­seln, die Au­gen blei­ben. Sie ge­hö­ren, ge­nau­so wie die Bei­ne, die man im Vor­spann lau­fen sieht, Horst Let­ten­may­er. 46 Jah­re ist es her, dass die Sze­nen ge­dreht wur­den, üb­ri­gens auf dem da­ma­li­gen Münch­ner Flug­ha­fen in Riem. 400 Deut­sche Mark be­kam der da­mals knapp 30-Jäh­ri­ge als Ga­ge für die­sen „Ta­gesjob“, mit dem er – frei­lich oh­ne es zu wis­sen oder auch nur zu er­ah­nen – Fern­seh­ge­schich­te ge­schrie­ben hat. Bis heu­te ist der in­zwi­schen 75-Jäh­ri­ge, der in Dach­au lebt, im­mer der Ers­te, den die Zu­schau­er er­bli­cken, wenn sie sonn­tags um 20.15 Uhr das Ers­te ein­schal­ten. Be­son­ders viel hat er nie da­von ge­habt. Er kämpf­te ju­ris­tisch für mehr Geld, für ei­ne nach­träg­li­che Be­tei­li­gung am gro­ßen

Bis­her ein ein­zi­ges Mal in der Ge­schich­te der Rei­he lief ei­ne Tat­ort- Erst­aus­strah­lung aus Ju­gend­schutz­grün­den nicht um 20.15 Uhr, son­dern erst um 22 Uhr. Es han­del­te sich um die Fol­ge Fran­zis­ka (2014), die in wel­cher Stadt spiel­te? Ge­sucht wird der letz­te Buch­sta­be.

Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung wur­de der Tat­ort im Jahr 1992 ge­samt­deutsch. Die Kom­mis­sa­re Ehr­li­cher und Kain (Pe­ter So­dann und Bernd Micha­el La­de) er­mit­tel­ten zu­nächst in Dresden, spä­ter in Leip­zig. Für wel­ches po­li­ti­sche Amt kan­di­dier­te So­dann im Jahr 2009? Ge­sucht wird der elf­te Buch­sta­be des Lö­sungs­wor­tes. ■ Genau ge­nom­men läuft am Sonn­tag be­reits der 1013. Tat­ort. 13 Fol­gen der Rei­he lie­fen zwi­schen 1985 und 1989 al­ler­dings nur in Ös­ter­reich und wer­den des­halb hier­zu­lan­de nicht mit­ge­zählt. ■ Der längs­te Tat­ort dau­er­te 119 Mi­nu­ten: die Fol­ge Der Rich­ter in Weiß (1971, mit Wal­ter Rich­ter als Paul Trim­mel), die kür­zes­te 56 Mi­nu­ten: Der Boss (1971, vom SFB, mit Paul Es­ser als Kom­mis­sar).■ ■ Die Fol­ge Rei­fe­zeug­nis (Erst­aus­strah­lung am 27. März 1977) ist für den Tat­ort-Ex­per­ten Fran­cois Wer­ner ( www.tat­ort-fun­dus. de) die le­gen­därs­te von al­len – für Re­gis­seur Wolf­gang Pe­ter­sen war sie zu­dem das Sprung­brett nach Hol­ly­wood. Til Schwei­ger spal­tet seit 2013 als schieß­wü­ti­ger Er­mitt­ler Nick Tschil­ler die Tat­ort-Ge­mein­de. Tschil­ler hieß der Ram­bo nicht von An­fang an. Sein ur­sprüng­li­cher Nach­na­me lau­te­te nach dem Wil­len der Ma­cher? Ge­sucht wird der zwei­te Buch­sta­be.

Ins­ge­samt 2280 Lei­chen gab es in 1000 Fol­gen Tat­ort. Der mit Ab­stand lei­chen­reichs­te war Im Schmerz ge­bo­ren mit dem hes­si­schen Kom­mis­sar Fe­lix Mu­rot (Ul­rich Tu­kur). Wie vie­le To­te ver­zeich­net die Statistik (Zahl aus­ge­schrie­ben)? Ge­sucht wird der ers­te Buch­sta­be des Lö­sungs­wor­tes.

Das Be­son­de­re an der Fol­ge Au­ßer Ge­fecht (2006) mit Udo Wacht­veitl und Mi­ro Ne­mec war die Tat­sa­che, dass der Fall in Echt­zeit er­zählt wur­de. Haupt­schau­platz war wel­ches be­rühm­te Ge­bäu­de in München? Ge­sucht wird der sechs­te Buch­sta­be des Lö­sungs­wor­tes.

Nicht nur bei den Fäl­len, auch beim Per­so­nal bil­det der Tat­ort ger­ne die ge­sell­schaft­li­che Rea­li­tät ab. So war es nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis der ers­te tür­kisch­stäm­mi­ge Er­mitt­ler na­mens

Lö­sungs­wort

Ku­chen und – wie er sagt – vor al­lem um mehr An­er­ken­nung, al­les oh­ne Er­folg. Um Geld zu ver­die­nen, kon­zen­trier­te Let­ten­may­er sich dar­um auf sei­ne Fä­hig­kei­ten als Elek­tro­tech­ni­ker und die Lampen-Fir­ma, die er auf­ge­baut hat; ge­ra­de ist er da­bei, die Ge­schäf­te an sei­ne Toch­ter zu über­ge­ben.

Über­ra­schen­der­wei­se hängt Let­ten­may­ers Herz nicht be­son­ders an dem

Vor­spann, er wä­re für ei­ne Mo­der­ni­sie­rung, auch wenn sie das En­de sei­ner TV-Kar­rie­re mar­kie­ren wür­de. „Tat­säch­lich ge­hört der Vor­spann er­neu­ert“, sagt er. Er pas­se heu­te ein­fach über­haupt nicht mehr zu dem For­mat. „Aber“, fügt er an, „die Leu­te wol­len nun mal die Au­gen se­hen …“

Die meis­ten■ Fäl­len ha­ben un- ere Münch­ners Haupt­kom­mis­sa­re Ba­tic und Leit­mayr (Mi­ros­lav Ne­mec und Udo Wacht­veitl) ge­löst. Seit 1991 sind sie in bis­her 73 Fol­gen zu se­hen. Die dienst­äl­tes­te Er­mitt­ler­fi­gur in­ner­halb der Rei­he ist je­doch Haupt­kom­mis­sa­rin Le­na Oden­thal (Ul­ri­ke Fol­kerts). Sie er­mit­telt seit En­de Ok­to­ber 1989 in Ludwigshafen – in bis­lang 64 Fol­gen. ■ München ist auch ins­ge­samt Deutsch­lands Tat­ort- Haupt­stadt. Fast ein Zehn­tel al­ler Fol­gen der Kult­rei­he, und zwar 98, ka­men bis­her aus der Lan­des­haupt­stadt. ■ Die Ex­per­ten von tat­ort-fun­dus.de ha­ben in 1000 Fol­gen 2280 Lei­chen ge­zählt. Im Schnitt gab es al­so 2,3 To­te pro Kri­mi. ■ Häu­figs­te To­des­ar­ten sind „er­schos­sen“(856), dann „er­schla­gen“(254) und „ver­gif­tet“(175). Was Vie­le ver­wun­dern dürf­te: 81 Tat­ort- Lei­chen ge­hen auf Er­mitt­ler­hän­de zu­rück – vor­ne liegt da­bei, das wie­der­um kei­ne Über­ra­schung, der von Til Schwei­ger ver­kör­per­te Nick Tschil­ler mit elf To­ten, ge­folgt von Klaus J. Beh­rendt als Max Ballauf (sie­ben) und Götz Ge­or­ge als Horst Schi­man­ski (fünf).

Der wohl schrägs­te Mord ge- schah durch ei­nen Kuss. Im BRFall Un­sterb­lich schön (2010) küsst Ro­bert Atz­orn sei­ne ver­hass­te Frau (Tat­ja­na Alex­an­der), die ei­ne Erd­nuss-All­er­gie hat – nach­dem er wel­che ge­ges­sen hat­te. Die Frau er­stickt an ei­nem All­er­gie-Schock. Cenk Ba­tu sei­nen Di­enst an­trat. Das war 2008, und der Darstel­ler hieß? Ge­sucht wird der letz­te Buch­sta­be sei­nes Nach­na­mens.

Die rich­tig ein­ge­tra­ge­nen Buch­sta­ben er­ge­ben in um­ge­kehr­ter Rei­hen­fol­ge ge­le­sen den Lö­sungs­satz. Schi­cken Sie die­sen per Mail an fern­se­hen@tz.de oder per Post­kar­te an die tz Fern­seh­re­dak­ti­on, 80282 München. Un­ter den rich­ti­gen Ein­sen­dun­gen ver­lo­sen wir das Brett­spiel zum Tat­ort, ein Po­cket­quiz (bei­des Mo­ses-Ver­lag), ein Tat­or­tMe­mo­ry so­wie DVDs mit Kult­fol­gen.

■ Ein­sen­de­schluss Mitt­woch, 16. No­vem­ber, um 24 Uhr.

ist der kom­men­de

Fo­to: dpa

Tat­ort- Tat- Horst Let­ten­may­er hat vor 46 Jah­ren die Sze­nen auf­ge­nom­men, die heu­te Kult sind. Im „Tat­ort“-Vor­spann sind sei­ne Au­gen und Bei­ne zu se­hen ort- Tat­ort-

Har­te Fol­ge: Hin­nerk Schö­ne­mann und Tes­sa Mit­tel­sta­edt in „Fran­zis­ka“

Ein Über­flie­ger und der Bes­te von al­len: Götz Ge­or­ge ali­as Schi­man­ski

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