Hö­ren, se­hen, füh­len mit Meh­ta

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Ma­e­s­tro Zu­bin Meh­ta sorgt mit den BR-Sym­pho­ni­kern für tol­le Klang­er­eig­nis­se in ei­nem ab­wechs­lungs­rei­chen Pro­gramm. Nach­ah­mens­wert.

Schön­bergs Kam­mer­sym­pho­nie Nr. 1 von 1907 ist ein Schlüs­sel­werk der Mo­der­ne – 15 So­lo­in­stru­men­te von frag­men­ta­ri­scher Schön­heit, In­ti­mi­tät und Ver­dich­tung. Wie sein Kol nid­re, das nach der Pau­se mit gro­ßem Chor und Orches­te­rap­pa­rat zum jü­di­schen Ge­bet ein­lädt, ist es ein HörWerk – ganz an­ders Spea­king Drums von Eöt­vös, bei dem man sei­nen Au­gen nicht trau­en möch­te: Mul­ti­per­cus­sio­nist Mar­tin Gru­bin­ger scheint ei­nen Teu­fels­pakt ein­ge­gan­gen zu sein, der ihm un­mensch­li­che Ge­schwin­dig­kei­ten an den Drum­sticks er­laubt. Im voll be­setz­ten Her­ku­les- . saal mi­schen sich un­gläu­bi­ge „Ahs“und „Ohs“mit den Wort­ge­bil­den, die der Ar­tist wäh­rend sei­nes hoch kom­ple­xen Trom­mel­feu­ers aus­stößt.

In Bruck­ners Te De­um wie­der­um steht das Füh­len im Vor­der­grund. Mäch­tig don­nert das Orches­ter, be­tö­rend schließt sich der Chor des Baye­ri­schen Rund­funks zu ei­nem Schwarm­klang zu­sam­men.

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