Ver­wei­le doch …

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Man stel­le sich vor, es läuft ei­nes der bes­ten Fuß­ball­spie­le al­ler Zei­ten – und die Teams hö­ren nach der ers­ten Halb­zeit auf. So un­ge­fähr fühl­te es sich an, als Micha­el Ki­wa­nu­ka im Tech­ni­kum sein Kon­zert schnel­ler be­en­det als ein Fuß­ball­spiel vor­bei ist (oh­ne Pau­se und Nach­spiel­zeit). Doch die kur­ze Zeit war groß­ar­tig. Der 29-jäh­ri­ge Bri­te ist schlicht ful­mi­nant.

Die Stim­me ist pu­rer Soul, egal, was Ki­wa­nu­ka singt. Mu­si­ka­lisch ist er viel brei­ter auf­ge­stellt und bricht auch aus der woh­li­gen Soul-Ge­füh­lig­keit aus. Et­wa bei Black Man In A Whi­te World, ei­ner Art hyp­no­ti­sches Man­tra mit schnei­den­dem Riff. Wenn er „It’s all­right“schreit, weiß man so­fort: Nichts ist in Ord­nung für ei­nen schwar­zen Jun­gen in ei­ner wei­ßen Welt. Be­tö­rend schön: Ru­le the World mit drei Sän­ge­rin­nen der Vor­band Jo­seph. Ein wun­der­ba­rer Abend. Aber sehr kurz.

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