Lu­xus pur

tz - - BUNT GEMISCHT - Mat­thi­as g., Maxvor­staDt

Wo­her kommt denn ei­gent­lich der Aus­druck „in Saus und Braus le­ben“? Sau­sen und brau­sen – die­se zwei Wor­te kön­nen zwei be­stimm­ten Na­tur­ge­wal­ten zu­ge­ord­net wer­den. So ist es der Wind, der rau­schend und pfei­fend durch Stra­ßen, Fens­ter und um Häu­se­r­ecken saust. Und die Wel­len des Mee­res, die brau­sen. Ähn­lich laut wie an Or­ten, wo es or­dent­lich weht und die Wel­len rau­schen, ist es auch auf Par­tys und Fes­ten. Sie sind stets ein Zei­chen ge­wis­sen Wohl­stands, lädt der Fei­ern­de ja Freun­de zum Spei­sen und Trin­ken ein und lacht und tanzt mit ih­nen. Be­reits im Mit­tel­al­ter wur­den die bei­den Be­grif­fe sau­sen und brau­sen mit fröh­lich lär­men­den Ze­che­rei­en in Ver­bin­dung ge­bracht. Lebt heu­te ei­ne Per­son in Saus und Braus, so fehlt es ihr, ähn­lich den Gäs­ten ei­ner rau­schen­den Par­ty, an nichts. Meist fällt der Aus­druck im Zu­sam­men­hang mit Pro­mi­nen­ten, die mit Geld um sich wer­fen und im Lu­xus le­ben. In­ter­es­sant: Ge­gen­über frü­he­rer Wort­kopp­lun­gen wie „in Saus und Schmaus“und „in Saus und Lu­der“setz­te sich die rei­men­de Dop­pel­form „in Saus und Braus“erst im 17. Jahr­hun­dert durch.

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