Fes­te drit­te Zäh­ne

tz - - BUNT GEMISCHT - Klaus M., München Prof. Dr. han­nes Wach­tel ZahnMeDiZi­ni­sche lei­tung iMPla­neo Den­tal cli­nic

Wie wird die Ope­ra­ti­on der „All-on- 4“-Me­tho­de (fes­te drit­te Zäh­ne an ei­nem Tag) durch­ge­führt?

Ein Anäs­the­sist lei­tet die Voll­nar­ko­se ein. An­schlie­ßend öff­net der Chir­urg das Zahn­fleisch an den fest­ge­leg­ten Stel­len und schraubt die nö­ti­gen Im­plan­ta­te (4 – 6 Stück pro Kie­fer) ein. Wenn der Pa­ti­ent nach et­wa zwei St­un­den auf­wacht, hat das La­bor den Zahn­er­satz be­reits für das An­pas­sen vor­be­rei­tet. Zu Ih­rer zwei­ten Fra­ge, ob die Ope­ra­ti­on in Voll­nar­ko­se er­folgt! Ja, es emp­fiehlt sich aus drei Grün­den: Die OP kann bis zu drei St­un­den pro Kie­fer dau­ern, des­halb ist es an­ge­neh­mer, wenn man nicht die gan­ze Zeit bei Be­wusst­sein ist, den Mund of­fen hal­ten und die Ge­räu­sche hö­ren muss. Wir kön­nen so in Ru­he emp­find­li­che ana­to­mi­sche Struk­tu­ren wie Kie­fer­höh­le, Na­sen­bo­den und Nerv­aus­tritts­punkt darstel­len. Denn bei dem Ein­griff be­we­gen wir uns im Un­ter­kie­fer in ei­nem heik­len Be­reich. Hier ver­läuft ein sehr emp­find­li­cher Ner­ven­strang, der bei der OP durch ei­ne un­acht­sa­me Be­we­gung des Pa­ti­en­ten ver­letzt wer­den könn­te. Die Fol­ge wä­re ei­ne dau­er­haf­te Taub­heit der Un­ter­lip­pe.

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