Run­jaic denkt um: We­ber statt Rod­nei

Star­ke Leis­tung beim 3:0 ge­gen In­gol­stadt/Ai­g­ner vor Come­back

tz - - SPORT - CM/ CLAU­DI­US MAY­ER

Ein 3:0 in ei­nem Test ge­gen ei­nen Erst­li­gis­ten – so was tut im­mer gut. Vor al­lem den Lö­wen, die das Wort Er­folgs­er­leb­nis in die­ser Sai­son nicht all­zu oft in den Mund neh­men konn­ten. So nahm dann auch Kos­ta Run­jaic den Sieg am Don­ners­tag­abend ge­gen den FC In­gol­stadt zum An­lass, ei­ner ge­wis­sen Freu­de Aus­druck zu ver­lei­hen. „Es tut gut, so ein po­si­ti­ves Er­leb­nis ge­habt zu ha­ben“, sag­te der Lö­wen­trai­ner, der von der spie­le­ri­schen Dar­bie­tung of­fen­bar et­was über­rascht war. Run­jaic: „Es gab schö­ne Ball­pas­sa­gen, un­ser Spiel war sehr struk­tu­riert.“Und auch die Wer­te der Spie­ler sei­en über­zeu­gend ge­we­sen. Dass die­se bei ei­nem Test­spiel in Fürs­ten­feld­bruck ge­mes­sen wür­den, ver­wun­der­te ges­tern so man­chen. Das kön­ne man ru­hig glau­ben, ver­si­cher­te Run­jaic und füg­te mit ei­ner Pri­se Iro­nie hin­zu: „Wir ar­bei­ten nicht aus dem Bauch her­aus. Auch wenn’s viel­leicht so aus­schaut…“Eins aber kön­ne man mit blo­ßem Au­ge er­ken­nen, so der Coach: „Dass sich Fe­lix We­ber von Wo­che zu Wo­che stei­gert. Er hat auch ge­gen In­gol­stadt gut ge­spielt.“Der 21-jäh­ri­ge In­nen­ver­tei­di­ger blei­be jetzt fest im Trai­nings­be­trieb der Pro­fis und kann wohl dem­nächst auch auf ei­nen Ein­satz in der Zwei­ten Li­ga hof­fen.

We­ber, der Spät­star­ter. Denn be­reits vor vier­ein­halb Jah­ren nahm der da­ma­li­ge Trai­ner Rei­ner Mau­rer den da­mals 17-Jäh­ri­gen mit ins Som­mer­trai­nings­la­ger der Pro­fis im ös­ter­rei­chi­schen Neu­siedl. Da­nach aber ver­schwand der Ab­wehr­spie­ler, der aus Ohl­stadt, ei­ner Hoch­burg für Bob­fah­rer, stammt, für lan­ge Zeit wie­der aus dem Blick­feld der ers­ten Mann­schaft.

Und jetzt nimmt er so­zu­sa­gen den Platz von Rod­nei ein, der sich nach dem Spiel in Sand­hau­sen ein­mal mehr er­hol­te, muss­te Metz­ger im Al­ter von 33 Jah­ren sei­ne Proi­kar­rie­re be­en­den. Für Auf­se­hen und Ge­läch­ter sorg­te der Schorsch, als er 1974 im Spiel ge­gen Mainz 05 Schieds­rich­ter Ha­sel­ber­ger die gel­be Kar­te aus der Brust­ta­sche in­ger­te, um sie sei­nem Ge­gen­spie­ler Her­ward Kop­pen­hö­fer nach ei­nem Foul an ihm zu zei­gen. Die Kon­se­quenz für Metz­ger: Rot! Heu­te lebt der im­mer schon sehr in­tro­ver­tier­te Schorsch, der 1990 zwei­mal we­gen ei­nes bös­ar­ti­gen Tu­mors ope­riert wer­den muss­te, zu­rück­ge­zo­gen et­was au­ßer­halb von München. we­gen Ver­let­zungs­pro­ble­men ab­ge­mel­det hat. Die­ses stän­di­ge Hin und Her in Sa­chen Fit­ness beim 31-jäh­ri­gen Bra­si­lia­ner scheint Run­jaic auf Dau­er zu un­si­cher zu sein. Rod­nei hat kei­ne gu­ten Kar­ten mehr. Ste­fan Ai­g­ner da­ge­gen steht vor sei­ner Rück­kehr. „Dass ich in ei­ner Wo­che im Heim­spiel ge­gen Kai­sers­lau­tern wie­der da­bei sein will, gilt nach wie vor“, sag­te der Ka­pi­tän nach dem gest­ri­gen Mann­schafts­trai­ning. Er spü­re zwar noch „ein biss­chen was“im Knie nach sei­nem In­nen­ban­d­an­riss vor acht Wo­chen, aber­da­sCome­back hat er fest im Au­ge. Run­jaic freut sich schon: „Ai­g­ner be­wegt sich gut im Trai­ning. Die Ab­läu­fe, die er in sei­ner Kar­rie­re ge­lernt hat, kann man schon wie­der er­ken­nen.“

Fo­to: Eib­ner

Star­ker Auf­tritt: Fe­lix We­ber (li.) ge­gen In­gol­stadts Lex

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