Dieter Kosslick

tz - - KULTUR & TV -

Der 68-Jäh­ri­ge ist Di­rek­tor des Film­fes­ti­vals Ber­li­na­le – wie­der vom 9. bis 19. Fe­bru­ar 2017.

Ein Wort zur US-Prä­si­den­ten­wahl? Die Wahl Do­nald Trumps ist für mich ein ma­ka­bres En­ter­tain­ment. Of­fen­sicht­lich kann man mit Hil­fe des Show­ge­schäfts im­mer wie­der Prä­si­dent wer­den.

Was be­deu­tet das fürs Film­ge­schäft? Zu­nächst ein­mal se­he ich nur we­ni­ge Än­de­run­gen auf uns zu­kom­men. Viel­leicht wird die Nä­he vie­ler Re­gis­seu­re und Schau­spie­ler zum Prä­si­den­ten nicht so groß sein. Aber an­sons­ten: Das Wei­ße Haus wird zum Broad­way.

Erst Br­ex­it, dann Trump. Ihr Fa­zit? Die Wahl war der zwei­te Mar­ke­tin­gSieg in­ner­halb ei­nes Jah­res. In bei­den Fäl­len hat man es weit ge­bracht. Frü­her wa­ren das Münch­hau­sen-Mär­chen. In der Rea­li­tät ist das we­ni­ger wit­zig – die Ar­men wäh­len die Rei­chen. Die Welt steht kopf, das soll­te un­se­ren Po­li­ti­kern zu den­ken ge­ben.

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