Su­per­mond: Spielt das Wetter mit?

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Heu­te ist Mond­tag. Nein, das ist kein Tipp­feh­ler. Der Mond hat heu­te ei­ne über­ra­gen­de Be­deu­tung: Es gibt ein Him­mels­spek­ta­kel! So nah war uns der Mond seit 68 Jah­ren nicht mehr. So nar­risch groß, so hell, so wun­der­schön! Der Erd­tra­bant durch­läuft den erd­nächs­ten Punkt sei­ner Um­lauf­bahn. Ist da­bei auch noch Voll­mond – wie heu­te –, heißt das dann Su­per­mond. Weil er um 14 Pro­zent grö­ßer er­scheint als ein erd­fer­ner Voll­mond. Das ent­spricht im Ver­hält­nis et­wa dem Un­ter­schied zwi­schen ei­nem Ein- und ei­nem Zwei-Eu­ro-Stück. Da­durch strahlt der Mond heu­te auch um 30 Pro­zent hel­ler! Wenn jetzt noch das Wetter mit­spielt … „Es be­ste­hen sehr gu­te Chan­cen, den Su­per­mond zu se­hen“, sagt Me­teo­ro- lo­ge Do­mi­nik Jung von

„In Mün­chen sind kei­ne Wol­ken in Sicht.“Der Blick von oben al­so lässt Gu­tes hof­fen. Nur von un­ten, da könn­ten Pro­ble­me auf­tau­chen: Bo­den­ne­bel.

Für al­le Mond­süch­ti­gen, die sich das Spek­ta­kel trotz­dem nicht ent­ge­hen las­sen, hat Jung ei­nen wich­ti­gen Tipp: warm an­zie­hen! „In Mün­chen gibt es heu­te Nacht zap­fi­ge Mi­nus­gra­de bis zu vier Grad un­ter Null.“Au­ßer­dem sol­le man sich am bes­ten ei­nen Hü­gel su­chen für gu­te Sicht, nicht mit­ten in

der Stadt. „Da­mit ei­nen die Lich­ter nicht ab­len­ken.“Die Voll­mond­pha­se be­ginnt üb­ri­gens ex­akt um 14.52 Uhr. Nur drei St­un­den zu­vor kommt der Mond mit nur 356 509 Ki­lo­me­tern Dis­tanz in ex­tre­me Erd­nä­he. Noch nä­her war er am 4. Ja­nu­ar 1912, als er bis auf 356 375 Ki­lo­me­ter an die Er­de her­an­kam.

Wer den Su­per­mond heu­te ver­passt, muss auf die nächs­te Chan­ce üb­ri­gens lan­ge war­ten. Der nächs­te Su­per­mond be­sucht uns erst wie­der an Weih­nach­ten 2034.

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