Er war der un­per­fek­te Held

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Ich ha­be Hel­mut bei den Dreh­ar­bei­ten zum Mo­na­co Fran

ze ken­nen­ge­lernt, und er ist ein Freund ge­blie­ben. Er rief häu­fi­ger an („Hast kurz Zeit?“), und wir ratsch­ten dann im Au­gus­ti­ner-Bier­gar­ten. Hel­muts Art, sei­ne Ge­müt­lich­keit über­trug sich so­fort. Man ver­gaß mit ihm die Zeit. Er ließ sich ger­ne von den Frau­en be­schmei­cheln – klag­te oft über sei­nen Rü­cken, gab sei­ne Schwä­chen ger­ne zu. Er war nicht der Su­per­mann, son­dern der un­per­fek­te Held. Und: Er konn­te stun­den­lang auf ei­ner Bank sit­zen, Din­ge be­ob­ach­ten und punkt­ge­nau tref­fend mit sei­ner Weh­mut und sei­nem Witz for­mu­lie­ren. MICHAE­LA MAY (64), LIEBSCHAF T LILLY SPIEL­TE DIE

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