Die Spra­che der Ju­gend ver­roht

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Von Fäl­len ver­ba­ler Ge­walt ge­gen Leh­rer be­rich­tet Mo­ni­ka Flo­ri­an. Sie ist Schul­lei­te­rin der pri­va­ten Nym­phen­bur­ger Schu­len (Gern): „Die Spra­che der Ju­gend ver­än­dert sich heut­zu­ta­ge deut­lich. Es fin­det ei­ne Ver­ro­hung statt.“Es geht nicht nur dar­um, wie die Schü­ler un­ter­ein­an­der re­den, son­dern auch um ih­ren Um­gang mit den Leh­rern. Es sei wich­tig, Her­an­wach­sen­den acht­sa­me und re­spekt­vol­le Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­mit­teln. Ver­ba­le Ge­walt kön­ne au­ßer­dem heu­te sehr viel ein­fa­cher aus­ge­übt wer­den als frü­her. „Das In­ter­net und so­zia­le Netz­wer­ke bie­ten ei­ne neue Platt­form, um Mit­schü­ler oder Leh­rer zu at­ta­ckie­ren.“Die An­ony­mi­tät im In­ter­net ver­rin­ge­re die Hür­de für ver­ba­le Atta­cken. Psy­chi­sche Ge­walt wird laut der For­sa-Stu­die zu ei­nem gro­ßen Teil von El­tern aus­ge­übt. Mo­ni­ka Flo­ri­an: „Um die­ser Ge­walt ent­ge­gen­zu­wir­ken, muss ein Mit­ein­an­der zwi­schen Leh­rern, El­tern und Schü­lern ge­schaf­fen wer­den.“

Zum Bei­spiel sei es wich­tig, El­tern und Schü­ler in Ent­schei­dun­gen ein­zu­bin­den. Ein wei­te­rer An­satz sei­en vie­le Be­geg­nun­gen zwi­schen Schü­lern und Leh­rern au­ßer­halb des Un­ter­richts – et­wa durch ge­mein­sa­me Pro­jek­te. „Ich ach­te au­ßer­dem dar­auf, Leh­rer­per­sön­lich­kei­ten durch Fort­bil­dun­gen zu stär­ken. So kön­nen Leh­rer auf Ge­walt re­agie­ren.“

F.: Wes­ter­mann, imago, BLLV

Mo­ni­ka Flo­ri­an lei­tet die Nym­phen­bur­ger Schu­len, ein Gym­na­si­um und ei­ne Re­al­schu­le

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