So wer­den Schmer­zen be­täubt

tz - - MENSCHEN -

Wenn fest­steht, wel­che Zahn­be­hand­lung nö­tig ist, wird mit dem Pa­ti­en­ten be­spro­chen, wie even­tu­el­le Schmer­zen be­täubt wer­den. Dr. Ei­chen­se­er weiß: „Die Schmerz­gren­ze ist nicht über­all gleich: Auf dem Zahn­arzt­stuhl sind die Men­schen deut­lich emp­find­li­cher als z. B. in der Dis­co.“Auch bei ei­ni­gen schmerz­lin­dern­den Me­tho­den gibt es Be­den­ken, wie bei Zahn­arzt­sprit­zen, denn das Piek­sen in Gau­men und Zahn­fleisch ist recht schmerz­haft. Dr. Ei­chen­se­er wen­det die­se Art der Be­täu­bung nicht an, er ver­wen­det ei­ne an­de­re Tech­nik: die Druck­sprit­ze. Da­bei wird zwi­schen Zahn und Kno­chen ein Druck auf­ge­baut, der den Nerv be­täubt. Mit der feins­ten tech­nisch her­stell­ba­ren Na­del wird das Be­täu­bungs­mit­tel dort hin­ein­ge­ge­ben. Der Zahn­arzt: „Die­se Sprit­ze tut nicht weh, der Pa­ti­ent ist so­fort kom­plett schmerz­frei. Das re­du­ziert die Be­hand­lungs­zeit und hin­ter­her hat der Pa­ti­ent kein pel­zi­ges oder tau­bes Ge­fühl im Mund.“Die­se Sprit­zen­tech­nik wird von al­len Kran­ken­kas­sen ge- zahlt, aber nur von der Hälf­te der Ärz­te an­ge­wen­det. War­um? „Ich weiß es nicht“, so Dr. Ei­chen­se­er: „Ich se­he nur Vor­tei­le.“

Ist ei­ne Sprit­ze nicht ge­nug, ste­hen K.-o.-Trop­fen (Dor­mi­cum), Teil­nar­ko­sen oder so­gar Voll­nar­ko­sen un­ter stän­di­ger Auf­sicht ei­nes Nar­ko­se­arz­tes zur Ver­fü­gung. Letzt­lich ent­schei­det der Pa­ti­ent. Nar­ko­sen je­doch sind für den Or­ga­nis­mus be­las­tend, der Zahn­arzt schlägt da­her häu­fig ei­nen Kom­pro­miss vor: „Wir be­gin­nen mit ei­ner Be­täu­bung, und wenn der Pa­ti­ent dann sagt, er hält es nicht mehr aus, un­ter­bre­chen wir, le­gen ihn in Voll­nar­ko­se und be­en­den die Be­hand­lung. Das ist fast im­mer pro­blem­los mög­lich.“Auch Hyp­no­se bie­tet er sei­nen Pa­ti­en­ten an. Dr. Ei­chen­se­er: „Ich ha­be ei­ne spe­zi­el­le Aus­bil­dung ab­sol­viert, und es ist wirk­lich er­staun­lich, wie man sehr vie­len Pa­ti­en­ten da­mit hel­fen kann. Sie spü­ren nicht ein­mal, wenn man ih­nen ei­nen Zahn zieht. Das ist tat­säch­lich so, aber man muss es ge­se­hen ha­ben, um es zu glau­ben.“

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