Jut­ta Hoff­mann

tz - - MENSCHEN -

Die 75 -jäh­ri­ge Schau­spie­le­rin ist mor­gen in dem ARD-Dra­ma

zu se­hen (20.15 Uhr). Sie spie­len ei­ne psy­chisch kran­ke Mut­ter, die in der Ob­dach­lo­sig­keit lan­det. Wie kann so et­was pas­sie­ren? Schau­en Sie mal un­ter die Brü­cken des ach so schö­nen Mün­chen. Das pas­siert täg­lich. Das ist das Le­ben.

Wie schwer ist es, mit 75 gu­te Rol­len zu be­kom­men? Sehr schwer. Ma­xi­mil­li­an Schell hat ein­mal ge­sagt: Schau­spie­le­rei ist wie ei­ne Tanz­stun­de: Wir sit­zen al­le in ei­ner Rei­he und war­ten, dass uns je­mand auf­for­dert. Man­che ha­ben Glück und sind die Mut­ter ei­nes Pro­du­zen­ten, man­che ha­ben gar ei­ne ei­ge­ne Fir­ma oder ei­nen rei­chen Mann, der sie un­ter­stützt. Wenn das nicht so ist, muss man auf der Bank sit­zen und war­ten, bis ei­ner ei­ne Ver­beu­gung macht.

Was hat sie an „Ein Teil von uns“ge­reizt? Dass die­se Ge­schich­te aus der Wirk­lich­keit kommt. Als er­fah­re­ne Schau­spie­le­rin ha­be ich ge­spürt, dass das gut wird.

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