Vom Ba­by­bett aufs Par­kett

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Wäh­rend die Team­kol­le­gen am Sonn­tag­mor­gen noch fried­lich in ih­ren Bet­ten la­gen, war Alex King schon hell­wach und auf den Bei­nen. Denn in den frü­hen Mor­gen­stun­den vor der BBL-Par­tie ge­gen Bre­mer­ha­ven (die Bay­ern ge­wan­nen mit 103:78) er­eil­te den FCB-Pro­fi ei­ne ganz be­son­de­re Nach­richt. „Mei­ne Frau hat mich mor­gens um fünf aus dem Kran­ken­haus an­ge­ru­fen und ge­sagt, dass es los­geht und die Ba­bys kom­men“, be­rich­te­te King am Sonn­tag­abend. „Wir wuss­ten, dass es sich um ei­nen Kai­ser­schnitt han­deln wür­de, al­ler­dings nicht, wann ge­nau es so weit ist.“Am 13. No­vem­ber war der Ge­burts­tag dann ge­kom­men. Emi­ly und Al­exis King er­blick­ten um 6.38 Uhr und 6.40 Uhr das Licht der Welt – zwei Mo­na­te zu früh. „Es gab klei­ne­re Kom­pli­ka­tio­nen, so­dass die zwei so früh zur Welt kom­men muss­ten. Zum Glück geht es den bei­den und auch mei­ner Frau gut. Die Klei­nen ha­ben für Früh­chen ein gu­tes Ge­wicht. Wir sind wirk­lich sehr er­leich­tert“, strahl­te der frisch ge­ba­cke­ne Va­ter.

Und des­halb stand für King au­ßer Fra­ge, dass er am Sonn­tag ge­gen Bre­mer­ha­ven auf dem Par­kett ste­hen wür­de. „Der Trai­ner (Sa­sa Ob­ra­do­vic, d. Red.) hat es mir frei­ge­stellt, ob ich spie­le. Ich ha­be mei­ne Frau ge­fragt, und sie mein­te, dass ich auf je­den Fall spie­len soll. Sie sag­te, dass ich im Kran­ken­haus eh nichts ma­chen kön­ne“, lacht King. Und so stand der 31-Jäh­ri­ge nur zwölf St­un­den nach der Ge­burt sei­ner Zwil­lin­ge auf dem Par­kett – und steu­er­te zum Sieg gan­ze neun Punk­te bei, sorg­te so­gar für den fi­na­len Drei­er zum En­de der Par­tie. Als Gruß an die jun­ge Ma­ma, die im Kran­ken­haus vom Fern­se­her aus zu­schau­te, si­mu­lier­te King mit den Hän­den das Trin­ken aus ei­ner Ba­by­fla­sche. „Jetzt bin ich ein­fach mü­de, mü­de, mü­de“, be­rich­te­te der FCB-Pro­fi nach der Par­tie. „Aber un­end­lich glück­lich. Es geht jetzt so­fort zu­rück ins Kran­ken­haus. Ich ver­mis­se die Klei­nen und mei­ne Frau schon.“

Ei­ner ließ die Par­tie am Sonn­tag aus Mü­dig­keit al­ler­dings sau­sen. „Un­ser Frau­en­arzt, der die Kin­der zur Welt ge­bracht hat, ist Dau­er­kar­ten­be­sit­zer. Er ist nicht ge­kom­men, weil er zu mü­de war“, lach­te King.

Am Mitt­woch ist er – ge­nau­so wie der Bay­ern-Pro­fi – al­ler­dings wie­der im Au­di Do­me da­bei. Um 20.00 Uhr tref­fen die Münch­ner dann im Eu­ro­cup-Rück­spiel auf Ze­nit St. Pe­ters­burg. Dann kön­nen Bay­erns Korb­jä­ger den Ein­zug in die nächs­te Run­de üb­ri­gens schon per­fekt ma­chen! „Ich den­ke, dass wir auf ei­nem gu­ten Weg sind“, er­klär­te King. Und zwei wei­te­re klei­ne Fans ha­ben die FCB-Bas­kets dank dem Bay­ernS­tar und sei­ner Frau ja nun auch.

Fs.: R’stei­ner

King, hier mit Uli Ho­en­eß, kam aus Ber­lin

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