Mer­kel macht’s noch mal!

tz - - POLITIK -

Nor­bert Rött­gen (51) hat’s ge­tan. Der CDU-Au­ßen­ex­per­te kün­dig­te ges­tern im In­ter­view mit dem ame­ri­ka­ni­schen Nach­rich­ten­sen­der CNN an, dass An­ge­la Mer­kel (64) bei der Bun­des­tags­wahl im nächs­ten Jahr wie­der als Kanz­ler­kan­di­da­tin an­tre­ten wird – es wä­re ih­re vier­te Amts­zeit!

Mer­kel sei „ein Eck­pfei­ler des po­li­ti­schen Kon­zepts des Wes­tens“und agie­re als Glo­bal Play­er. „Al­so wird sie an­tre­ten und wie ein ver­ant­wort­li­cher Füh­rer han­deln“, sag­te der Chef des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses.

Re­gie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert re­agier­te we­nig spä­ter auf Rött­gens über­ra­schen­den Vor­stoß: „Die Bun­des­kanz­le­rin wird sich zu der Fra­ge, wie schon mehr­fach ge­sagt, zum ge­eig­ne­ten Zeit­punkt äu­ßern.“Auch die CDUZen­tra­le äu­ßer­te sich ähn­lich: „Es gilt das, was die Par­tei­vor­sit­zen­de ge­sagt hat: Sie wird ih­re Ent­schei­dung zur ge­ge­be­nen Zeit mit­tei­len.“Ver­mu­tet wird, der mög­li­cher­wei­se ge­eig­ne­te Zeit­punkt für die Be­kannt­ga­be der Kan­di­da­tur könn­te die CDUVor­stands­klau­sur am kom­men­den Sonn­tag sein - oder aber der CDU-Par­tei­tag im De­zem­ber in Es­sen, wo sich Mer­kel vor mehr als 1000 De­le­gier­ten er­klä­ren könn­te.

Aus der CDU-Füh­rung ha­ben sich be­reits zahl­rei­che Lan­des­po­li­ti­ker für ei­ne vier­te Amts­zeit Mer­kels aus­ge­spro­chen, un­ter ih­nen die Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Hes­sens und des Saar­lands, Vol­ker Bouf­fier und An­ne­gret Kram­pKar­ren­bau­er, so­wie der nord­rhein-west­fä­li­sche CDULan­des­chef Ar­min La­schet. Trotz des Streits über die Flücht­lings­po­li­tik hat­te die CDUChe­fin zu­letzt auch aus der CSU im­mer mehr Un­ter­stüt­zung er­hal­ten.

Laut ei­ner in der ver­gan­ge­nen Wo­che ver­öf­fent­lich­ten For­sa-Um­fra­ge wür­den es der­zeit 59 Pro­zent der Bun­des­bür­ger be­grü­ßen, wenn Mer­kel bei der Bun­des­tags­wahl 2017 wie­der als ge­mein­sa­me Kanz­ler­kan­di­da­tin von CDU und CSU an­tre­ten wür­de.

F: dpa

Au­ßen­ex­per­te Nor­bert Rött­gen sag­te zu CNN: „Sie wird kan­di­die­ren“

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