Um­welt­freund­li­ches Ge­schenk­pa­pier – die Ge­schäfts­idee ei­ner Münch­ne­rin (27)

tz - - MÜNCHEN+REGION - CHRIS­TI­AN BRANDT

Ei­ne hal­be Ton­ne Pa­pier sta­pelt sich in Sarah Reisch­böcks frü­he­rem Kin­der­zim­mer im Münch­ner Wes­ten. Bunt be­druck­te Bö­gen, 8000 Stück – Ge­schenk­pa­pier. „Die sind hof­fent­lich bis Weih­nach­ten ver­kauft“, sagt die 27-jäh­ri­ge Münch­ne­rin. Ihr Pro­dukt ist nur on­li­ne zu ha­ben, ein hal­bes Jahr lang hat sie dar­auf hin­ge­ar­bei­tet. Pla­net-Pa­ket hat sie ih­re Fir­ma ge­tauft.

Das Be­son­de­re: Das Ge­schenk­pa­pier ist um­welt­freund­lich. Dank ei­nes spe­zi­el­len Druck­ver­fah­rens kommt es oh­ne um­welt­schäd­li­che Druck­far­ben aus und kann des­halb kom­plett re­cy­celt wer­den. Bei her­kömm­li­chem Ge­schenk­pa­pier muss im Re­cy­cling­pro­zess die Druck­far­be auf­wen­dig aus dem Zell­stoff ge­wa­schen wer­den. Zu­rück bleibt ein gif­ti­ger Farb­schlamm, der oft nur als Son­der­müll ent­sorgt wer­den kann.

„Öko­lo­gi­sches Ge­schenk­pa­pier gibt es kaum auf dem deut­schen Markt“, sagt Reisch­böck. Und das will sie mit ih­ren bun­ten Bö­gen än­dern. Ei­nen Teil des Er­lö­ses spen­det sie: Zehn Cent je­des ver­kauf­ten Pa­pier­bo­gens ge­hen der­zeit an den Ver­ein Auf­bau­hil­feNe­pal e.V., der sich vor al­lem für den Wie­der­auf­bau von durch Erd­be­ben zer­stör­ten Schu­len ein­setzt. Da­mit ge­hört Sarah Reisch­böck zu ei­ner Ge­ne­ra­ti­on jun­ger Un­ter­neh­mer, de­nen nach­hal­ti­ges Han­deln ge­nau­so wich­tig ist wie der po­si­ti­ve Jah­res­ab­schluss. Das Rüst­zeug für die Grün­dung von Pla­ne­tPa­ket be­kam sie an der So­ci­al En­tre­pre­neurship Aka­de­mie in Mün­chen. Wenn al­les gut läuft, dann wird für die nächs­te Pa­pier­lie­fe­rung das ehe­ma­li­ge Kin­der­zim­mer zu klein sein und Reisch­böck ei­nen La­ger­raum mie­ten müs­sen.

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