Vo­gel­grip­pe-Alarm!

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Die La­ge ist ernst – die Vo­gel­grip­pe mit dem ag­gres­si­ven und töd­li­chen Er­re­ger H5N8 wei­tet sich aus. To­te En­ten und Wild­vö­gel erst im Nor­den Deutsch­lands am Plö­ner See, dann im Sü­den am Bo­den­see, bei uns in Bay­ern am Starn­ber­ger See und am Am­mer­see und seit ges­tern auch am Chiem­see. Um die Fund­stel­len wur­den Sperr­be­zir­ke er­ri­chet, das heißt al­les Ge­flü­gel im Um­kreis muss so­fort in den Stall. Aber auch dort sind die Tie­re nicht hun­dert­pro­zen­tig si­cher: In Schles­wig-Hol­stein gras­sier­te die In­fek­ti­on in ei­nem Ge­flü­gel­zucht­be­trieb, des­sen Si­cher­heits­stan­dards als hoch gal­ten. Al­le 30 000 Zucht­hen­nen und Häh­ne wur­den ge­tö­tet, die letz­te Lie­fe­rung von 300 000 Ei­ern nach Dä­ne­mark ver­nich­tet. Wie das Vi­rus in den Stall kam, wird nun von Wis­sen­schaft­lern des Fried­rich-Lo­eff­ler-In­sti­tuts für Tier­seu­chen un- ter­sucht. Die Spre­che­rin El­ke Rein­king er­klär­te: „Das ist fast schon kri­mi­na­lis­ti­sche Ar­beit, den Weg des Vi­rus nach­zu­wei­sen.“Der Er­re­ger kam wohl mit dem Vo­gel­zug aus Zen­tral­russ­land nach Eu­ro­pa. War­um die Si­tua­ti­on an die Vo­gel­grip­pe-Seu­che 2006 er­in­nert, er­klärt Rein­king im In­ter­view. Da­mals wur­den Mil­lio­nen von Nutz­ge­flü­gel in Eu­ro­pa ge­tö­tet, al­lein in Bay­ern muss­ten knapp 500 000 En­ten ster­ben.

Über­all in Deutsch­land wird jetzt nach to­ten Wild­vö­geln ge­sucht, bis­her sind En­ten be­son­ders be­trof­fen

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