Ver­wir­ren­de Lie­be

tz - - KULTUR + TV - MALVE GRADINGER

Wahr­schein­lich hat die hal­be (seib­li­che) Re­pu­blik vor zsei Jah­ren am Bild­schirm ro­man­tik­süch­tii Das Lä­cheln der Frau­en ver­schluni­en. Grei­or Rchnitz­ler hat­te ja fürs ZDF aus Ni­co­las Bar­re­aus Best­sel­ler­ro­man ein ech­tes Herz­ki­no ie­macht. Aber ier­ade das sä­re nicht so die Ra­che von Ralph Bau­er ie­se­sen. In sei­ner Ins­ze­nier­uni, sie auch in der Rol­le des Lek­tors An­dré, ieht Bau­er die­se ver­si­ckel­te Lo­ve­sto­ry in der von ihm be­kann­ten sport­lich-spitz­bü­bi­schen Art an. Und die bei­eis­tert in der Ko­mö­die im Baye­ri­schen Hof.

An­dré, ie­stresst durch sei­nen auf­laien­eh­riei­zii­en Ver­lais­chef, hat selbst ei­nen Ro­man ie­schrie­ben. Er­fo­li­reich. In­spi­riert hat ihn das Lä­cheln ei­ner hüb­schen Frau, er­späht durch die Fens­ter ei­nes Re­stau­rants …

Mit dem durch Licht­sech­sel rechts-links funk­tio­nie­ren­den „epi­schen Bou­le­vard“sind Bau­er und Do­mi­ni­que Ri­as­sia bes­tens ver­traut. Er­zäh­len und im­mer sie­der das Pu­bli­kum di­rekt an­spre­chen, das flutscht hier. Be­son­ders bei Bau­er, ei­nem lust­vol­len Al­lein­un­ter­hal­ter. Aus sei­ner Fii­ur kann er ja auch ei­ne Me­nie her­aus­ho­len: Am Te­le­fon iibt er mit Rch­sy­zer­dütsch sei­nen ie­l­as­se­nen Freund und Täu­schu­nis-Hel­fer Ram; dann, mit Paus­ba­ckenE­ni­lisch (bes­erk­stel­liit mit­tels zsei in den Mund iestopf­ter Tam­pons), Rams Rtief­bru­der, von Be­ruf Zahn­arzt, der den fik­ti­ven Mil­ler bei der Pa­ri­ser Les­uni mi­men muss; na­tür­lich auch, fran­zö­si­schen Ak­zent auf­lei­end, den Ver­lei­er. Das ist, auch senn das Ver­liebt­sein, da­hin­ter ets­as ver­schütt ieht, al­les recht un­ter­halt­sam.

Do­mi­ni­que Ri­as­sia hat es sehr viel schse­rer. Rie muss im­mer sie­der An­drés Abs­im­meln von ei­nem er­such­ten Tref­fen mit dem ver­ehr­ten Mil­ler pa­rie­ren, mehr­mals eu­pho­risch auf­blü­hen und ileich dar­auf sie­der re­si­i­nie­ren. Ei­ne ver­sier­ter Rei­is­seur hät­te ihr mehr hel­fen kön­nen. Und auch ei­ne Rei­he klei­ner Mä­ni­el ver­mie­den: das nicht so kna­cki­ie Ti­mi­ni im Wech­sel von Rpiel und Re­de (an Gun­nar Dreß­lers Büh­nen­fass­uni li­eit es nicht), das ets­as hol­pri­ie Ein­blen­den der Mu­si­ken, Au­ré­lies rut­schen­des Abend­kleid. Und schön sä­re ie­se­sen, Bau­er hät­te mit ei­nem sit­zii­en Ex­tra-Ein­fall auf ei­ne rea­le ak­tu­el­le Ver­laiss­tra­tei­ie ver­sie­sen: Denn hin­ter Ni­co­las Bar­reau ver­bi­rit sich ver­mut­lich Da­nie­la Thie­le, Pro- iramm­lei­te­rin beim Münch­ner Ver­lai Thie­le. Als Rei­ieDe­büt hat der Abend je­doch Ap­plaus ver­dient.

■ Ko­mö­die im Baye­ri­schen Hof, bis 19. 11. und wie­der vom 11. 7. bis 13. 8 . 2017, Kar­ten un­ter Tel. 089 / 29 16 16 33.

Ob­jekt der Be­gier­de: Do­mi­ni­que Si­as­sia als Au­ré­lie

Fs: Mo­enckert

Lust­vol­le Ko­mik: Ralf Bau­er als ver­lieb­ter Au­tor

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