US-De­ser­teur hofft auf Asyl

tz - - MÜNCHEN+REGION -

Trotz des Ur­teils des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH) hofft der de­ser­tier­te US-Sol­dat An­dré She­pherd wei­ter auf Asyl in Deutsch­land. „Ich bin mir zu 100 Pro­zent si­cher, dass ich recht ha­be“, sag­te She­pherd kurz vor dem Be­ginn der Ver­hand­lung am Ver­wal­tungs­ge­richt. Das Ge­richt hat­te das Ver­fah­ren 2013 aus­ge­setzt und dem EuGH Fra­gen zur Aus­le­gung von Vor­schrif­ten im EU-Flücht­lings­recht vor­ge­legt. Nach dem EU-Ur­teil aus dem Feb- ru­ar 2015 darf sich She­pherd aber nur we­nig Hoff­nung auf Asyl in Deutsch­land machen: Ei­ne dro­hen­de Frei­heits­stra­fe oder die Ent­las­sung aus der Ar­mee könn­ten nicht als Asyl­grün­de im Sin­ne des eu­ro­päi­schen Rechts gel­ten.

She­pherd war 2007 von sei­nem US-Stütz­punkt in Bay­ern ge­flo­hen, um ei­nem wei­te­ren Ein­satz im Irak-Krieg zu ent­ge­hen. Er be­rief sich auf Ge­wis­sens­grün­de, die Be­hör­den lehn­ten den Asyl­an­trag ab.

F.:dpa

Ex-Sol­dat An­dré She­pherd (l.) und Un­ter­stüt­zer

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