Un­ser Kö­nig in Ke­nia

tz - - MENSCHEN -

Die Ähn­lich­keit mit sei­nem welt­be­rühm­ten Vor­fahr Lud­wig II. lässt sich nicht leug­nen. Was dem schil­lern­den Mär­chen­kö­nig sei­ne Schlös­ser an ent­le­gens­ten Or­ten wa­ren, ist Lud­wig von Bay­ern (34) sein mu­ti­ges ITPro­jekt in ei­ner ar­men Wüs­ten­ge­gend in Nord­ke­nia. Mit sei­nem Hilfs­pro­jekt Star­t­up Li­ons („weil sich Bay­ern wie Ke­nia­ner mit Lö­wen iden­ti­fi­zie­ren kön­nen“) bil­det der Ju­rist in der Kle­in­stadt Lod­war jun­ge Ke­nia­ner u.a. für die Pro­gram­mie­rung von Web­sei­ten aus. Bis zu neun Mo­na­te ler­nen die Schü­ler am Com­pu­ter, um schließ­lich selbst­stän­dig Geld zu ver­die­nen. Fi­nan­ziert wird das Pro­jekt von Spen­den – Lud­wig von Bay­ern und sei­ne Mit­strei­ter selbst ver­die­nen kei­nen Cent. Die tz traf den 34-Jäh­ri­gen bei ei­nem Vor­trags­abend im Dach­gar­ten des Ho­tels Baye­ri­scher Hof. Oft flie­ge er nicht hin und her, „schon al­lein we­gen der CO2-Emis­si­on“. Der Prinz, der ir­gend­wann der neue Chef des Hau­ses Wit­tels­bach wird, kann sich völ­lig frei in Mün­chen be­we­gen. Er sei im­mer froh, wenn er nicht er­kannt wer­de. Und da ist er ganz an­ders als sein Vor­fahr: un­gla­mou­rös, be­schei­den, sehr kor­rekt.

Fo­tos: Heinz Weiß­fuß (2), dpa/pa, Get­ty, H. Geb­hart, Ba­b­i­rad

Seit zwei Jah­ren lebt Lud­wig von Bay­ern in Nord­ke­nia. In Mün­chen hat er noch „ei­nen Schreib­tisch in Nym­phen­burg“.

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